5 Fragen zum Thema “Essen”.

5 Fragen, die wir uns zum Thema "Essen" stellen sollten.

Essen sollte unseren Körper und Geist nähren. Das klingt so einfach. Aber warum fühlen wir uns dann beim Essen oftmals schuldig, vermeiden bestimmte Lebensmittel, während wir später heimlich große Mengen davon konsumieren? Warum fällt es uns so schwer, eine “normale Beziehung” zu unserem Essen zu haben?

Regeln vs. Instinkte

Die Idee, dass es “gute” und “schlechte” Lebensmittel gibt, ist uns so vertraut, dass wir mitunter gar nicht bemerken, wie sie unser Essverhalten beeinflusst. Je nach Konzept, sind die Empfehlungen sogar komplett gegensätzlich. Zusätzlich ist Essen überall verfügbar, so dass wir mit Eindrücken überhäuft werden. Leider werden fast ausschließlich unsere instinktiven Vorlieben für “süß” und “fettig” angesprochen. Diese geschilderten Rahmenbedingungen prägen unser Essverhalten und sorgen dafür, dass wir oft weit davon entfernt sind, Körper und Geist bestmöglich zu nähren.

External rules often drive our eating behaviour.

Fragen zum Essen

Einige grundlegenden Fragen können jedoch schon helfen, uns auf die Weisheit unseres Körpers zurückzubesinnen und Essen mit anderen Augen zu betrachten.

Habe ich Hunger?

Oft essen wir einfach auf Basis äußerer Anlässe. Dies können Gerüche, Werbung, Gelegenheiten oder einfach Gewohnheiten sein, wie das Essen beim Fernsehen. In anderen Situationen essen wir, weil wir müde, gestresst, einsam oder traurig sind. Wie oft fragen wir uns eigentlich, die wirklich grundlegende Frage im Zusammenhang mit Essen: Bin ich wirklich körperlich hungrig?

Habe ich wirklich körperlichen Hunger?

Was möchte ich wirklich essen?

Unsere Einschätzungen darüber, wie “gut” oder “schlecht” bestimmte Lebensmittel sind,  beeinflusst die Auswahl unseres Essens.

Oftmals ist es jedoch sinnvoll, sich nicht nur von diesen rationalen (und mitunter unsinnigen) Konzepten leiten zu lassen. Wenn wir wirklich etwas Warmes und Herzhaftes möchten (was beispielsweise eine Suppe sein könnte), wird uns kein noch so großer kalter und knackiger Salat glücklich machen. Wir würden vermutlich mehr davon essen, weil sich die erhoffte Befriedigung nicht einstellt und später trotzdem etwas Warmes & Herzhaftes essen, vielleicht sogar heimlich und obwohl wir eigentlich satt sind. Frage dich einfach: “Was möchte ich wirklich gern essen?”

Unsere Einschätzungen darüber, wie "gut" oder "schlecht" bestimmte Lebensmittel sind, beeinflusst die Auswahl unseres Essens.

Respektiere ich meinen Körper?

Wenn wir uns selbst lieben und respektieren, treffen wir Entscheidungen über unser Essen definitiv anders. Unser Ziel ist es dann, unseren Körper optimal zu versorgen, damit er gesund bleibt und reibungslos funktionieren kann. Wir entscheiden uns dann häufig dagegen, irgendwelchen “Müll” ins uns reinzustopfen, der uns vielleicht satt macht, aber nicht das enthält, was unsere Hochleistungsmaschine wirklich benötigt. Die dazu passende Frage ist “Was braucht mein Körper jetzt gerade wirklich?”

Die Antwort darauf mag von Fall zu Fall variieren, je nachdem, ob du gerade einen geistig ansrengenden Bürotag überstanden oder trainiert hast.

Wenn wir unseren Körper respektieren, treffen wir unsere Entscheidungen, was wir essen, völlig anders

Befriedigt dieses Essen meine Sinne?

Wenn wir essen, was wir wirklich lieben, können wir alle unsere Sinne mit einem Essen befriedigen. Sich Zeit zu nehmen, den Geschmack zu genießen, Gewürze und Geruch einer Speise wahrzunehmen sind wichtige Bestandteile von Genuss.

Frag dich das nächste Mal beim Essen “Befriedigt dieses Essen wirklich meine Sinne?” Dabei kann es passieren, dass wir feststellen, dass das essen eigentlich gar nicht lecker ist, wir aber erwartet hatten, dass es gut schmecken würde. In diesem Fall lohnt es sich zu überlegen, welche Alternativen es gibt. Welches Essen würde statt dessen den gewünschten Effekt erzeugen?

Befriedigt dieses Essen meine Sinne?

Wann höre ich auf, zu essen?

Wenn wir aufgrund äußerlicher Reize beginnen zu essen, obwohl wir gar nicht hungrig sind, wie wollen wir dann eigentlich entscheiden, wann wir genug haben?

Unser “internes Programm”, um mit dem Essen aufzuhören, basiert oftmals auf Dingen wie “Teller leer essen” oder einfach dann erst aufzuhören, wenn nichts mehr reinpasst. Das heißt aber auch, dass wir uns wirklich unwohl fühlen, wenn wir das Essen beendet haben. Vor allem bei Menschen mit Diäterfahrung führt dies jedoch unweigerlich zu Schuldgefühlen. Folgende Frage, kann uns an dieser Stelle weiterhelfen: “Ist mein Hunger schon befriedigt?”. Diese Frage sollte am besten auch schon während des Essens, zum Beispiel in der Mitte der Mahlzeit gestellt werden. Ihr bemerkt sicher, dass die Frage nicht heißt “Bin ich schon völlig vollgefressen?” 🙂

Ein Essen mit dem Vorsatz zu beginnen, sich nach dem Essen besser als vorher zu fühlen, ist in jedem Fall eine gute Ergänzung zu dieser Frage! Probiert es aus!

Essen mit dem Vorsatz zu beginnen, sich nachher besser zu fühlen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Achtsam & bewusst

Uns bewusster zu werden, was unsere Entscheidungen beeinflusst was, wann und wie wir essen, ist schon ein riesiger Fortschritt, um mehr auf die Signale unseres Körpers zu hören. Keine Diät dieser Welt wird helfen, dass wir uns in unserem Körper besser fühlen. Herauszufinden, was unser Körper braucht und Essen danach auszuwählen, was wir gern mögen und was uns gut tut, wird uns aber dahin führen. Das Ganze ist ein Prozess des Lernens, der etwas Zeit braucht. Oftmals haben wir die Signale unseres Körpers für Jahre oder Jahrzehnte ignoriert. Sie jetzt bewusst wahrzunehmen, funktioniert nicht von heute auf morgen. Aber jeder kleine Schritt ist ein Erfolg!

Becoming more conscious of our food choices helps to reconnect mind and body.

Uns dessen bewusst zu werden, warum und wie wir essen, ist ein großer Schritt, um die Signale unseres Körpers wieder wahrzunehmen und Frieden mit ihm zu schließen!

Hier gibt es mehr zum Thema zu lesen:

 

 

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