Das Rezept zum Erfolg ist “weniger süß“ (Teil 3)

Um in Form zu kommen, ist Hungern hochgradig kontraproduktiv, auch wenn genau diese Strategie oft proklamiert wird. Mangelernährung (also Diät) führt vielmehr zu Heißhunger und dem leider sehr bekannten Jojo-Effekt. Kleine Schritte, Änderungen von Mini-Verhaltensweisen, konsistent in den Alltag integriert, bis sie zur Gewohnheit werden, sind das Geheimnis eines Wandels. Das Gleiche gilt übrigens ebenso für andere Teile des Lebens. 

Die letzten beiden Artikel haben Euch schon mit dem Konzept der “Tiny Habits” (kleine Gewohnheiten) bekannt gemacht. Diese kleinen, aber effektiven Verhaltensweisen Schritt für Schritt aufeinander aufzubauen, um langfristig die wirkungsvollsten Gewohnheiten für eine schlanke Figur zu etablieren, ist das Ziel dieser Beitragsserie.

Im ersten Teil ging es um ein Verhalten, welches die Achtsamkeit schult […hier gehts zum Beitrag], im zweiten Teil war die Aufgabe, mehr Farbe auf den Teller zu bringen […hier gehts zum Teil 2]. Für beide neuen Verhaltensweisen ist die Chance gering, sie zu vergessen, denn sie wurden mit bereits existierenden Gewohnheiten verknüpft.

Im dritten und letzten Teil der Serie geht es darum, euren Körper richtig zu “schmieren” und die Versorgung mit lebensnotwendiger Flüssigkeit zu verbessern. Für praktisch alle Prozesse im Körper wird Wasser benötigt: Verdauung, Blutversorgung, Nährstofftransport, eine schöne Haut und Vieles mehr. Eine gute Hydrierung (also die Versorgung mit Wasser) hat in etwa die Funktion eines guten Öls im Getriebe eures Autos: alles kann viel geschmeidiger funktionieren.

Viel zu viele unserer Getränke im Alltag enthalten heute riesige Mengen an Zucker, oftmals 70-90 Gramm pro Liter, das entspricht etwa 20 Teelöffeln an Zucker (Bild).

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20 Teelöffel Zucker sind in einem Liter Softgetränk enthalten.
Zucker liefert massenweise Kalorien von niedriger Qualität: Sie sind an keine weiteren Nährstoffe wie Vitamine gekoppelt und sättigen nicht. Wenn wir diese Energie nicht verbrauchen, wird sie als Fett gespeichert. Ein Großteil unseres heutigen Kampfes gegen Übergewicht in den Industrienationen und zunehmend auch in einigen Entwicklungsländern, ist dem Übermaß an Zucker in der Ernährung zuzuschreiben.

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Photo Credit: Visualhunt.com
Leider zählen „getrunkene Kalorien“ nicht für unser Sättigungsempfinden, für die tägliche Energiebalance jedoch sehr wohl. Das ist das problematischste an Zuckergetränken: wir können ohne Mühe Limonade mit dem Energiegehalt einer Hauptmahlzeit konsumieren und dann zu Mittag essen.

Ein Beispiel: Wenn du täglich 1/2 Liter eines zuckerhaltigen Softgetränks konsumierst, addiert sich das im Jahr auf 13 kg Zucker! Schon das alleine kann die Ursache für eine Gewichtszunahme von 7 kg in einem Jahr sein. Das ist schockierend!

Aber keine Sorge, es geht nicht darum, Zucker ab sofort von deinem Speiseplan zu streichen, sonst wäre das Thema der Serie nicht „Tiny Habits“. Außerdem ist es gar nicht notwendig und in der Regel nicht erfolgreich.

Ich würde nur gern einen Deal mit Dir machen: Für jedes Glas eines Softgetränkes, trinkst Du nun die gleiche Menge an Wasser. Das heißt beispielsweise, dass das Glas Cola zum Mittagessen um ein Glas Wasser – ebenfalls zum Mittagessen – ergänzt wird. Ob das Wasser kalt oder warm, ohne oder mit Kohlensäure ist, spielt dabei keine Rolle. Nur eines solltest du vermeiden: Das Wassertrinken bis zum Ende des Tages aufzusparen. Versuche beide Getränke immer im gleichen Zeitraum zu konsumieren.

Wenn du mehr Wasser trinkst, versorgst du deinen Körper und jede Zelle mit essentieller, also lebenswichtiger Flüssigkeit, das wird dein Wohlbefinden, deine Gesundheit und Schönheit verbessern. Gleichzeitig füllst du den Magen und nascht deswegen weniger. Langfristig ist es das Ziel, die Menge an zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren, während du Wassertrinken als Gewohnheit etablierst, Schritt für Schritt und ohne das Gefühl einer Entbehrung.

Warum solltest du die Menge an Zucker, die mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gut vereinbar ist, an zuckerhaltige Getränke „verschwenden“. Eine viel bessere Verwendung für den Zucker ist es doch, ihn zu genießen, zum Beispiel in einem leckeren Stück Kuchen oder Eis, beim Kaffeetrinken mit Familie oder Freunden, ohne schlechtes Gewissen, aber mit Achtsamkeit und Genuss. Zelebriere diese Gelegenheit, anstatt die Kalorien einfach so gedankenlos im Auto oder vor dem Fernseher in dich hineinzustopfen oder in dich hinein zu gießen.

Auf welche Süßigkeit freust du dich jetzt schon für das kommende Wochenende?

 

Hier geht es direkt zu den ersten beiden Teilen dieser Beitragsserie zu “Tiny Habits”

2 thoughts on “Das Rezept zum Erfolg ist “weniger süß“ (Teil 3)

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