Gewohnheiten ändern: Zeit für ein Experiment

Gewohnheiten bestimmen einen großen Teil unseres Lebens und Handelns im Alltag. Irgendwann haben wir uns einmal bewusst für ein bestimmtes Verhalten entschieden. Immer und immer wieder praktiziert, erscheint es uns manchmal als hätten wir keinen Einfluss darauf oder keine Wahl, uns anders zu verhalten.

In den Teilen 1 bis 3 zum Thema Gewohnheiten habe ich bereits über die Funktion von Gewohnheiten und die Möglichkeiten geschrieben, diese zu verändern. Heute geht es um ein praktisches Experiment, das die Grundlage liefert, um eine Gewohnheit zu verändern.


Hier geht es direkt zu den Artikeln 1-3 zum Thema Gewohnheiten:


Ausgangspunkt ist eine Beispielsituation, die immer wieder dazu führt, dass ihr nach einem stressigen Arbeitstag alle verfügbaren Süßigkeiten vertilgt, ihr euch aber genauso regelmäßig darüber ärgert und nach 4 kg Gewichtszunahme an dieser Gewohnheit dringend etwas ändern möchtet. Das Beispiel lässt sich natürlich auch auf andere Bereiche im Alltag übertragen.

Nun ist es an der Zeit für ein kleines Experiment.

Zunächst kommt es darauf an, herauszufinden, was das Essen von Süßigkeiten in dieser Situation bei euch bewirkt. Sorgt es für Entspannung? Habt ihr das Gefühl, euch zu belohnen?

Ziel ist es nun, das gleiche Ergebnis – exemplarisch wählen wir in diesem Fall die Entspannung nach einem stressigen Tag – mit anderen Mitteln zu erreichen.

Dazu könnt ihr euch Gedanken machen, was euch in anderen Situationen gut tut, Freude macht und euch entspannt: eine Freundin anzurufen, ein bisschen Yoga zu machen, eine Runde spazieren oder Laufen zu gehen, ein Buch zu lesen, Tagebuch zu schreiben etc..

Vielleicht stellt ihr bei diesen Überlegungen und der Selbstbeobachtung auch fest, dass die Belohnung oder Entspannung gar nicht die entscheidenden Aspekte waren, sondern dass ihr schlicht und ergreifend Hunger hattet, weil ihr nicht gefrühstückt habt und es zum Mittagessen nur einen kleinen Salat gab.

Nun könnt ihr in der gleichen Situation (wenn ihr nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause kommt) variieren, wie ihr darauf reagiert und schauen, ob eine Variante (die nicht das Essen von Süßigkeiten beinhaltet) den gewünschten Effekt bringt, so dass das Verlangen nach Schokolade plötzlich verschwunden ist. Auf die jeweils gewählte Alternative solltet ihr euch ein bisschen vorbereiten, um nicht trotzdem in die alten Verhaltensweisen hineinzurutschen: Beispielsweise könntet ihr euch mit einer Notiz an den Anruf bei der Freundin erinnern, oder etwas Obst mit ein paar Nüssen ist bereits bereits fertig vorbereitet im Kühlschrank. Eurer Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt!

Schreibt unbedingt die die einzelnen Schritte des Experiments auf: Welche Alternativ ihr ausprobiert habt, wie ihr euch danach fühlt, ob das Verlangen nach Süßigkeiten nach der altnativen Belohnung noch immer besteht.

Viel Spaß beim Experimentieren und dem Finden einer guten alternativen Lösung!

Ich freue mich auch auf Kommentare, Fragen oder Anregungen, was bei euch am besten funktioniert hat!

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s