Welche Gewohnheiten sind leichter zu verändern?

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Photo Credit: Visualhunt.com

Eingeschliffene Gewohnheiten zu ändern erfordert ein wenig Hartnäckigkeit und Geduld. Die Forschung zeigt jedoch, dass einige Gewohnheiten einfacher verändert werden können als andere.

Beispielsweise gibt es die Gewohnheit, sich immer wieder Süßigkeiten aus der Schale auf dem Schreibtisch im Büro zu nehmen oder die Gewohnheit kein Gemüse zu essen.

Beide Gewohnheiten unterscheiden sich in ihrer Beziehung zum jeweiligen Verhalten: Süßigkeiten essen ist eine Annäherungsverhalten, wir möchten gern immer wieder den süßen Geschmack erleben, was uns augenblicklich belohnt. Kein Gemüse zu essen ist hingegen ein Vermeidungsverhalten.

Vielleicht ist es überraschend, dass Vermeidungsverhalten leichter veränderbar ist als ein Annäherungsverhalten, da es schwerer ist, auf die unmittelbare Belohnung zu verzichten[1] (süßer Geschmack).

Für den Beginn einer Verhaltensänderung kann dieser Ansatz uns helfen, indem wir beginnen, eine Gewohnheit zu ändern, die auf einem Vermeidungsverhalten basiert. Beispiele für ein solches Verhalten könnten sein:

  • zu wenig Wasser zu trinken
  • kein Gemüse zu essen
  • das Rollout nach dem Training ausfallen zu lassen
  • den notwendigen Zahnarzttermin hinauszuzögern

Beobachten Sie doch einmal Ihre Gewohnheiten, ob sie etwas vermeiden (das sie häufiger tun sollten) oder ob Sie etwas im Übermaß tun/essen etc., das Sie gern reduzieren möchten und starten Sie mit einer Verhaltensänderung der ersten Kategorie, denn dieses Unterfangen ist erfolgversprechender.

Beginnen Sie, das gewünschte Verhalten (wenn es eines ist, das sie regelmäßig praktizieren möchten) an einem Tag in der Woche in Ihren Alltag zu integrieren. Am besten ist dafür ein Tag geeignet, der ein wiederkehrendes Muster aufweist z. B. wenn Sie abends Chorprobe haben, oder Ihr Sohn zum Fußballtraining gebracht wird oder einfach montags, am ersten Tag in der Woche. Somit unterscheidet sich dieser Tag von anderen Tagen in der Woche und Sie beginnen Ihr bisheriges Vermeidungsverhalten an diesem Tag zur festen Gewohnheit zu verankern. Später können Sie diese Gewohnheit auf einen zweiten und dritten Tag ausweiten. Schritt für Schritt.

Hier geht es zu den vorigen Artikeln zum Thema “Gewohnheiten”:

  1. Gewohnheiten stellen die Weichen zum Erfolg.
  2. Sind wir unseren Gewohnheiten willenlos ausgeliefert?

 

[1] https://www.dgps.de/index.php?id=143&tx_ttnews%5btt_news%5d=1757&cHash=3cc276aaba8e8cf36a9ea8dd6f32f237

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One comment

  1. […] Teil 3: Welche Gewohnheiten sind leichter zu verändern? […]

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