Was unsere Schilddrüse mit Gewicht, Schlaf und Ernährung zu tun hat.

Unsere Schilddrüse beeinflusst zentral viele Funktionen in unserem Körper.

Die Schilddrüse ist zwar recht klein und unauffällig aber keineswegs unwichtig. Sie ist eine der zentralen Produktionsstätten von Hormonen in unserem Körper. Funktioniert die Schilddrüse nicht optimal, dann merken wir das. Dennoch dauert es oft Jahre oder sogar Jahrzehnte, bis zur richtigen Diagnose oder Behandlung. Unser Lebensstil hat viel mehr als wir glauben mit der Funktion unseres Körpers zu tun. Wenn wir wissen, wie wir optimale Funktionen unterstützen können, haben wir mehr Energie, bessere Stimmung, ein angemessenes Gewicht und schlafen besser.


Dieser Artikel beansprucht nicht, eine vollständige medizinische Übersicht über die Schilddrüse oder Zusammenhänge mit unserem Lebensstil zu liefern oder eine ärtzliche Beratung zu ersetzen. Er soll dir aber die Möglichkeit geben, einen Blick in das Thema zu werfen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Wenn dich das Thema betrifft und interessiert, findest du am Ende des Artikels verschiedene Leseempfehlungen.


Was macht die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist eine schmetterlingsförmige Drüse an der vorderen Halsseite. Ist sie vergrößert können wir das sehen und wird als „Kropf“ bezeichnet.

Die Schilddrüse hat die Form eines Schmetterlings.
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Unsere Schilddrüse produziert verschiedene Hormone, die unseren Stoffwechsel und zahlreiche Prozesse im Körper regulieren. Jede Zelle im Körper enthält einen Rezeptor für diese Hormone [1]. Sie sind darauf angewiesen, genau die richtige Menge dieser Hormone zu bekommen, sonst spielen sie verrückt (später dazu mehr).

Die Schilddrüse arbeitet auf „Anweisung“ der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), eines erbsengroßen Teils unseres Gehirns, die wiederum Befehle vom Hypothalamus empfängt (einem anderen Gehirnabschnitt). Durch ein sensibles System der Rückmeldung wird die Schilddrüse erinnert, mehr Hormone zu produzieren oder weniger, wenn zu viele Hormone im Körper zirkulieren (Laborwert TSH, siehe letzter Abschnitt).

Die Schilddrüse produziert, wenn die Anweisung erfolgt, unter Zuhilfenahme von Jod (Mineralstoff) und Thyrosin (Aminosäure) die Schilddrüsenhormone T1, T2, T3 und T4, die in den Blutkreislauf gelangen. Es gibt dabei Hormonformen, die gespeichert werden, um bei Bedarf genutzt zu werden (T4) und aktive Formen, die direkt im Körper wirken (T3). Dieses clevere System erlaubt es, bei Bedarf inaktive in aktive Hormonformen zu überführen (T4 in T3), um das System zu regulieren. Über T1 und T2 ist bisher erstaunlicherweise nicht viel bekannt.

Die Schilddrüse ist in einem sensiblen Regelkreis mit anderen Hormonen im Körper in Kommunikation.
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Die Schilddrüse selbst steht in einem sensiblen Regelkreis mit allen Hormonen im menschlichen Körper. Dazu gehören die Stresshormone (z. B. Cortisol) und Geschlechtshormone (z. B. Östrogen und Testosteron). Sie beeinflusst sogar, wie wir denken und fühlen und kann darüber Stress, Angst und Erinnerungsvermögen beeinflussen [1].

Woran merke ich, dass die Schilddrüse nicht richtig arbeitet?

Die folgenden Symptome einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse können einen Hinweis darauf liefern, ob wir an dieser Stelle weitersuchen und beispielsweise die entsprechenden Laborwerte testen lassen sollten (dazu am Ende mehr). Sie sollten nicht genutzt werden, um ohne eindeutige Befunde zu Medikamenten zu greifen.

Medikamente für die Schilddrüse sollten nur nach eindeutiger Diagnose durch den Arzt genommen werden.
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Wichtig ist es auch zu wissen, dass die Schilddrüse in den meisten Fällen als Folge anderer nicht balancierter Prozesse im Körper nicht richtig arbeitet. Das nennt man „sekundäre“ Schilddrüsenfehlfunktion. Ursachen können z. B. Stress, Hormondysbalancen oder eine eingeschränkte Entgiftungsfunktion unserer Leber sein. Da die Umwandlung von T4 (also der Speicherform) in das aktive T3 überwiegend in der Leber stattfindet, kann beispielsweise eine nicht gut arbeitende Leber also die tatsächliche Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion sein [2]. Aus diesem Grund zielen auch die weiter unten genannten Strategien darauf ab, die Funktionsweise des Körpers ganzheitlich zu normalisieren, damit die Schilddrüse wieder besser arbeiten kann.

Nur selten ist die Schilddrüse tatsächlich das Hauptproblem für die bestehende Symptomatik („primäre Schilddrüsenfehlfunktion“). Das kann bspw. in einem Jodmangelgebiet der Fall sein [3].

Unterfunktion

Wenn die Schilddrüse träge ist, fühlt sich das an, als würde uns ein Vampir schrittweise immer mehr Energie aussaugen. Unser Stoffwechsel verlangsamt sich, wir fühlen uns müde und träge, beginnen zuzunehmen, können frieren uns depressiv fühlen und leiden unter Verstopfungen. Auch unsere Klarheit leidet unter einer „schlappen“ Schilddrüsenfunktion. Wir können nicht mehr klar denken, haben keine Energie und vergessen gern einmal Dinge, die wir uns sonst immer merken konnten. Auch Hormonschwankungen, Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und ein hoher Cholesterinspiegel können Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sein [1].

Wir können uns schlapp fühlen, wenn die Schilddrüse zu wenig arbeitet.
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Überfunktion

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse (die verschiedene Ursachen haben kann) ist das ein bisschen, wie wenn wir bei unserem Auto ständig auf dem Gaspedal stehen, auch an der roten Ampel. Der Stoffwechsel arbeitet zu viel. Symptome davon können sein, dass die Hände zittern, wir ständig schwitzen, die Muskeln schwach sind, wir rapide an Gewicht verlieren, ständig zur Toilette müssen und vielleicht sogar Angst- und Panikgefühle entwickeln. Auch Schlaflosigkeit, Herzrasen, Unfruchtbarkeit, Hautausschlag, Haarausfall oder die Verdickung der Haut vorn am Schienbein können auf eine Schilddrüsenüberfunktion hinweisen [1].

Unser Stoffwechsel arbeitet wie eine Rakete, bei einer Schilddrüsenüberfunktion.
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Exkurs: Autoimmunerkrankung der Schilddrüse

Das Thema Autoimmunerkrankungen liefert ausreichend Material für ganze Bücher und mehrere Blogposts, daher möchte ich es hier nur kurz anschneiden. Wenn dich das Thema betrifft und interessiert, findest du mehr Infos bei den Literaturempfehlungen am Ende [1, 5, 6, 7, 8).

Wenn unser Immunsystem dauerhaft herausgefordert ist und irgendwann nicht mehr weiß, wer Freund und Feind ist, kann der Körper beginnen, unsere eigenen Zellen zu attackieren. Er bildet Antikörper, das ist ein bisschen, wie allergisch gegen eigenes Körpergewebe zu sein. Das ist Kennzeichen verschiedener Autoimmunerkrankungen, die alle Körpergewebe betreffen können (Gelenke, Nerven, Muskeln etc.). Es gibt über 100 verschiedene Autoimmunerkrankungen (z. B. Diabetes, Alopecia, Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis, Sarkoidose, Zöliakie) [6, 9]. Wenn der Körper die Schilddrüse angreift, wird das als Hashimoto (in Kombination mit einer Unterfunktion) oder Morbus-Basedow (oder Graves-Krankheit) in Kombination mit einer Überfunktion bezeichnet.

Stress oder Trauma sind häufige Trigger für Autoimmunerkrankungen
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Ursachen für Autoimmunerkrankungen können vielfältig sein und reichen von unerkannten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, schlechter Ernährung, (alten) bakteriellen oder viralen Infektionen (z. B. Borreliose), Schwermetall- oder Toxinbelastungen (z. B. Blei, Quecksilber, Schimmel) bis hin zu schwerem physischem oder emotionalem Stress (z. B. Scheidung) oder Trauma [4]. All diese Faktoren beeinträchtigen die Funktion des Körpers und aktivieren das Immunsystem dauerhaft und übermäßig. In diesem Zusammenhang kommt es dazu, dass körpereigene Zellen fälschlicherweise als Feind identifiziert und vom Immunsystem attackiert werden.

Was beeinflusst die Funktion der Schilddrüse?

Wie bereits angesprochen funktioniert kein Organ und keine Drüse im Körper isoliert. Das ganze System Mensch ist hochkomplex und jedes Zahnrad im System beeinflusst die anderen in ihrer Funktion. Daher hat eine zu viel oder zu wenig arbeitende Schilddrüse oftmals Ursachen, die an einer ganz anderen Stelle in unserem Leben zu suchen sind.

Hauptursachen für eine nicht optimal funktionierende Schilddrüse können sein:

  • Stress: Stress bringt Immunsystem und Hormone durcheinander, da der Körper quasi im „Notfallmodus“ operiert. Zu kurz kommt dabei oft die Produktion verschiedener Hormone, da der Körper die Herstellung von Stresshormonen priorisiert.
  • Leber / Gallenfunktion: Die Umwandlung von Schilddrüsenhormonen erfolgt zum großen Teil in der Leber. Wenn Leber oder Galle überlastet sind, kann diese Aufgabe nicht ausreichend erfüllt werden.
  • Aufnahme von Hormonen: Die Schilddrüse produziert Hormone, was durch die Aufnahme von Hormonen durch die Nahrung (z. B. Milch oder Fleisch) oder auch durch Hormonersatztherapie beeinflusst werden kann. Auch ein Vitamin-D3 Mangel (eigentlich ein Hormon und kein Vitamin) hängt eng mit einer Fehlfunktion der Schilddrüse zusammen [1].
  • Schlafmangel: Schlafmangel beeinträchtigt alle Systeme in unserem Körper. Unser Körper produziert dann vermehrt Stresshormone, was auf Kosten der Produktion anderer Hormone geht
  • Östrogendominanz: Eine häufige Hormonschieflage bei Frauen, nicht nur vor und in den Wechseljahren. Östrogen kann jedoch die Rezeptoren für Schilddrüsenhormone besetzen und damit eine Unterfunktion der Schilddrüse auslösen.
  • Alkohol: Alkohol wird über die Leber abgebaut und belastet sie dadurch. Dies kann ihrer Funktion nicht mehr in ausreichendem Maße nachkommen, inaktives Schilddrüsenhormon T4 in aktives T3 umzuwandeln. Dadurch kann eine Unterfunktion der Schilddrüse entstehen, die tatsächlich nicht an der Schilddrüse selbst liegt.
  • Glutenintoleranz / Zöliakie: Gluten, ein spezifisches Protein in vielen Getreiden, wird oft nicht gut vertragen. Es kann das Immunsystem dauerhaft aktivieren. Dieses kann dann beginnen, die Schilddrüse zu attackieren, deren Zellen denen des Glutens ähnlich sehen (hier ein ganzer Artikel zum Thema Gluten).
Gluten in der Nahrung kann eine Ursache für Schilddrüsenprobleme sein.
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Was hilft meiner Schilddrüse?

Aufgrund der Zusammenhänge aller unserer körperlichen Funktionen, sind für viele unserer „modernen Beschwerden“ ganzheitliche Interventionen so effektiv. Dazu zählen auch eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse. Sie zielen darauf ab, grundlegende Dysbalancen auszugleichen und geben dem Körper damit die Möglichkeit, sich selbst zu heilen. Eine Einnahme von Medikamenten (die manchmal hilfreich sein kann), löst jedoch oft nicht das wirkliche Problem. Zwar führen wir uns im konkreten Fall vielleicht Schilddrüsenhormone zu, die mangelnde Umwandlung, bspw. in der Leber, bleibt jedoch als Problem bestehen (mehr dieser Zusammenhänge hatte ich im vorigen Abschnitt geschildert).

Daher sind folgende Veränderungen im Alltag sinnvolle Ansatzpunkte, nicht nur für eine optimale Schilddrüsenfunktion:

Stress reduzieren

Stress zu reduzieren ist eine so zentrale Maßnahme mit enormem Nutzen für unsere Gesundheit, dass ich sie gleich zu Beginn nennen möchte. Dazu zählen beispielsweise bewusste Atemübungen, Spaziergänge, Kreatitivät, die Veränderung von negativen Gedankengewohnheiten, Selbstfürsorge und sich selbst ab und zu eine Auszeit zu nehmen. Mehr im Detail findest du dazu Informationen in den hier genannten Artikeln, die sich mit Stress und Sorgen beschäftigen:

Mehr zum Thema Stress: Warum Stress uns krank macht und was wir dagegen tun können. und Warum machen wir uns Sorgen? Und was dagegen hilft… und Glaube nicht alles, was du denkst!

Stress zu reduzieren ist zentral, um die Funktion der Schilddrüse zu normalisieren.
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Leber entlasten

Oftmals glauben wir, dass Fett unsere Leber belastet, es klingt einfach plausibel. Das ist aber nicht richtig. Die Leber wird vor allem durch eine Ernährung überlastet, die reich an Zucker, stärkehaltigen Kohlenhydraten (Getreide, Brot, Nudeln, Gebäck) und/oder Alkohol ist. Sie kann dann der enorm wichtigen Funktion der Umwandlung von Schilddrüsenhormonen, aber auch der Entgiftung nicht mehr nachkommen. Ebenfalls fatal für die Leber ist die Kombination von viel Fett mit stärkehaltigen Kohlenhydraten in unserer Nahrung (Pizza, süßes Gebäck, Fast Food etc.).

Mehr Infos zu Getreide und Zucker: Kohlenhydrate – Dickmacher oder Energielieferant? und Getreide & Gluten: Gefährlich oder gesund? und Süßstoff oder Zucker?

Auch Vollkornbrot ist nicht mehr so "gesund", wie uns jahrelang erzählt wurde.
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Östrogendominanz ausgleichen

Der Hormonhaushalt von Frauen schwankt jeden Monat und verändert sich in der Zeit vor der Menopause und danach dramatisch. Auch eine Schwangerschaft sorgt für Veränderungen im Hormonstatus und kann zur Östrogendominanz führen. Symptome können unter Anderem alle Formen von Problemen mit der Regel, Gewichtszunahme, besonders um Bauch, Po und Hüften, Müdigkeit, Schlafstörungen oder PMS sein [11]. Empfehlenswert ist es, dieses Thema mit dem Frauenarzt zu besprechen. Meines Erachtens sollte nicht gleich als erste Strategie ein Hormonersatz in Betracht gezogen werden. Die Messung der zentralen Hormone Östrogen (Estradiol) und Progesteron, am besten durch einen Urintest, kann gut aufzeigen, wie beide im Verhältnis zueinander stehen [10, 12].

Gemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse hilft, Östrogendominanz zu regulieren.
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Relativ einfache Maßnahmen im Alltag können bereits helfen, diese Hormone besser zu balancieren: Stress reduzieren (siehe oben oder hier), ausreichend Schlaf, die Leber entlasten (siehe oben), Kaffeekonsum reduzieren, Phytoöstrogene meiden (vor allem in Sojaprodukten), mehr gegartes Gemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse zu essen (Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Weißkohl, Rotkohl, Chinakohl etc.).

Hier musst du aber etwas Geduld haben. Der Erfolg dieser Veränderungen kann durchaus 3 Monate auf sich warten lassen. Nach wenigen Wochen bereits aufzugeben wäre dann einfach zu zeitig.

Hier mehr zum Thema Kaffee: Ist Kaffee gut oder schlecht für mich?

Training & Bewegung

Wir sind für Bewegung gemacht. Sie hilft Stress zu reduzieren, Hormone zu normalisieren, Durchblutung zu fördern, Blutzucker zu senken und macht uns einfach glücklich. Bewegung sollte in Form von Alltagsaktivität (wie Spaziergängen), Krafttraining und Ausdauertraining (joggen, radfahren) und wohltuender Ganzkörperbewegung (z. B. Yoga und Pilates) täglich auf unserem Plan stehen. Wahlweise 20-30 Minuten an den meisten Tagen in der Woche ist ein gutes Mindestmaß. Abwechslung ist dabei das A und O, um den Körper gleichermaßen in verschiedenen Bereichen zu fördern und zu fordern und ein Übertraining zu vermeiden.

Mehr zum Thema Training: Bewegung: 5 überraschende Effekte, von denen du noch nie gehört hast.

Bewegung normalisiert viele Hormone und Prozesse in unserem Körper.
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Echte Nahrung

Echte, möglichst unverarbeitete Nahrung, die reicht an Nährstoffen ist liefert genau das, was unser Körper braucht, um optimal zu funktionieren. Unsere Software kann mit Zusatzstoffen, Pestiziden, Süßstoffen und raffinierten Pflanzenölen nichts anfangen. Diese „nahrungsähnlichen Substanzen“ auf unserem Speiseplan zu haben ist ein bisschen, wie unseren Diesel mit Benzin zu betanken und uns dann zu wundern, warum er nicht funktioniert.

Mehr zum Thema Ernährung: Welche Ernährung ist eigentlich wirklich „gesund“?

Präbiotische Ballaststoffe aus Spargel verbessern unsere Gesundheit.
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Guter Schlaf

Schlaf dient dazu, Schäden zu reparieren, die wir am Tag angerichtet haben. Ich weiß nicht mehr, wo ich diesen Spruch gehört habe, aber er bringt die Bedeutung von Schlaf wunderbar auf den Punkt. Wenn wir nicht gut oder für unseren Bedarf nicht ausreichend schlafen, können hormonelle Dysbalancen die Folge sein. Schlafhygiene ist daher der erste Ansatzpunkt, um unsere Schlafqualität zu verbessern. Mehr dazu im folgenden Artikel:

Mehr zum Thema Schlaf: Warum Schlaf wichtiger ist als Training & Ernährung zusammen!

Welche Werte sollte ein Schilddrüsencheck umfassen?

Wenn du nun den Verdacht hast, dass die Funktion deiner Schilddrüse etwas mit deinen Symptomen zu tun haben kann, solltest du die Werte von deinem Arzt überprüfen lassen. Dabei ist es wichtig, nicht nur den üblichen TSH Wert bestimmen zu lassen. Dieser kann normal sein, obwohl die anderen Schilddrüsenwerte völlig durcheinander sind. Einige dieser Werte wirst du selbst zahlen müssen, weil die Messung von der Krankenkasse in der Regel nicht übernommen wird. Dafür weißt du nachher, an welcher Stelle du mit deinen Interventionen starten solltest oder ob die Schilddrüse nicht die entscheidende „Baustelle“ für dein aktuelles Befinden ist.

Laborwerte können oft eine Fehlfunktion der Schilddrüse aufdecken.
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Wichtig noch ein kurzes Wort zur Unterscheidung von Normalwerten und Optimalwerten. Die Bandbreite „normaler“ Laborwerte ist oft sehr groß. Einen „normalen“ Befund zu haben heißt nicht, dass es dir gut geht. Daher gebe ich unten die empfohlenen Optimalwerte an, bei denen sich die meisten Menschen ziemlich wohl und gesund fühlen [1, Seite 147].

Optimalwerte:

  • TSH: Signal des Gehirns an die Schilddrüse – 1-2 mikro-lU/ml
  • fT3: im Blut verfügbares aktives Schilddrüsenhormon – >3,2 pg/ml
  • fT4: im Blut verfügbares T4 – >1,1 ng/dl
  • rT3: reverse T3 – arbeitet wie eine Bremse – Verhältnis rT3 : T3 weniger als 10:1
  • Tg-AK: Antikörper, kann auf Autoimmunerkrankung hinweisen <9 IU/ml oder negativ
  • TPO-AK: Antikörper, kann auf Autoimmunerkrankung hinweisen <4 lU/ml oder negativ

Fazit

Die Schilddrüse ist ein komplexes Thema. Eine Fehlfunktion, vor allem wenn sie mit scheinbar „normalen“ Laborwerten einhergeht, bleibt oftmals 10-15 Jahre undiagnostiziert. Obwohl wir uns miserabel fühlen, findet anscheinend niemand die Ursache. Nicht selten wird man deswegen früher oder später zum Psychologen geschickt mit der Begründung „das ist alles nur in ihrem Kopf“. Deswegen hoffe ich, mit diesem Überblicksartikel einen Einblick und vielleicht eine Richtung für weitere Recherche geben zu können.

Melde dich gern, wenn du dazu noch Fragen hast, die Infos dazu findest du hier: Kontakt / Contact


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Zum Weiterlesen & Hören bei Interesse am Thema:

Ein Gedanke zu „Was unsere Schilddrüse mit Gewicht, Schlaf und Ernährung zu tun hat.

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