Mehr ZUFRIEDENHEIT mit einer Mini-Gewohnheit

Zufriedenheit-Wohlbefinden-DrSchauenberg

Mehr ZUFRIEDENHEIT, das können viele von uns gut gebrauchen. Aber irgendwie scheint das nicht so einfach zu sein. Zu viele Dinge jonglieren wir im Alltag, zu nervig sind Job, To-Do-Listen und all die Erwartungen an uns. Was wäre, wenn es eine kleine neue Gewohnheit gäbe, die dir helfen kann, zufriedener und entspannter zu sein? Interessiert?

Zufriedenheit – die Gedankenfalle

Zufriedenheit scheint für uns im Alltag manchmal so weit entfernt. Wir finden uns in der gedanklichen Falle wieder, dass wir dann endlich zufrieden wären wenn…

Wenn wir 5 Kilo weniger wiegen würden, weniger arbeiten müssten, wenn wir mehr Urlaub hätten, der Partner aufmerksamer wäre und die Kinder uns nicht so viel Sorgen machen würden. Vielleicht wären wir aber auch zufrieden, wenn wir uns endlich den ersehnten Traumurlaub oder ein neues Auto leisten könnten, keine Falten und endlich das Wohnzimmer renoviert hätten.

Zufriedenheit-Gedankefalle
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Wäre das tatsächlich so? Hätten wir dann nicht wieder neue unerfüllte Wünsche, die uns davon abhalten würden, zufrieden zu sein?

Materielle Erfüllung

Es mag viele Wege geben, um mehr Zufriedenheit erleben zu können. Wie wir sie aber sicherlich nicht erreichen werden ist, nur nach äußeren und materiellen Dingen zu streben und auf eine Veränderung der Rahmenbedingungen zu hoffen. Solange wir diese Strategie verfolgen, sind wir auf dem sicheren Weg zu mehr UNzufriedenheit. Der Fokus auf das, was fehlt, wird durch diese Sichtweise immer prägnanter. Es wird nie der Moment kommen, wo wir durchatmen können und endlich zufrieden sein dürfen, weil immer etwas fehlt. Was ich damit sicherlich nicht sagen möchte, dass wir Rahmenbedingungen nicht so verändern dürfen, dass sie besser mit unseren Werten übereinstimmen (z. B. sinnstiftender Job, bereichernde Partnerschaft etc.).

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Einmal Innehalten für mehr Zufriedenheit

Neben dem Streben nach Erfüllung von außen als erhoffte Basis für Zufriedenheit, nehmen wir uns bei aller Betriebsamkeit des Alltags oft einfach keine Zeit, einmal innezuhalten. Viele von uns hätten dabei auch ein schlechtes Gewissen, wird das Innehalten doch gern mit Faulheit assoziiert. Das führt allerdings dazu, dass uns oftmals nicht einmal klar ist, welche Bedürfnisse wir haben. Erfüllt werden diese Bedürfnisse damit eher nicht, sie tauchen auf unserer Prioritätenliste ja gar nicht auf. Dieses Gehetztsein, Fremdbestimmtsein durch Bedürfnisse und Wünsche anderer, wie eine Marionette, verhindert auch unsere eigene Zufriedenheit.

Fremdbestimmtheit-Zufriedenheit
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Wie wäre es damit, mit einer minikleinen Strategie zu beginnen und zu schauen, wohin sie dich führt?

Eine neue Gewohnheit für mehr Zufriedenheit

Manchmal vergessen wir, dass wir selbst der wichtigste Mensch in unserem Leben sind. Nur dann, wenn es uns gut geht, können wir uns auch um andere kümmern, eine gute Mutter, Ehefrau, ein guter Ehemann oder Vater sein (setze hier gern weitere Rollen ein). Unsere eigene Zufriedenheit ist auch etwas, das wir als Vorbild weitergeben können in einer Welt, in der Unzufriedenheit Grundlage der Konsumgesellschaft ist (schneller, höher weiter und vor allem MEHR von allem). Dafür müssen wir lernen, uns etwas Zeit für uns zu nehmen, um mit uns selbst, unseren Wünschen und Bedürfnissen in Kontakt zu kommen, aus dem Tun ins Sein zu kommen. Das Bedarf einer geplanten Gelegenheit und etwas Übung. Meiner Erfahrung nach fällt das Frauen oft etwas schwerer als Männern.

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Mehr Zufriedenheit mit deiner Auszeit

Nimm dir jeden Tag geplant 15 Minuten Zeit für dich selbst! Plane diese Zeit wie einen wichtigen Termin. In dieser Zeit hast du die Gelegenheit, etwas zu tun, das du richtig gern tust, was dir guttut.

Wofür hättest du gern wieder einmal etwas Zeit?

Das kann jeden Tag etwas Unterschiedliches sein, je nach verfügbarer Zeit, eigenem Bedürfnis und vorhandener Energie. Wenn du sehr erschöpft bist, können diese 15 Minuten deine Batterie wieder etwas aufladen, wenn du mehr Energie hast, kannst du auch etwas Aktives tun.

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Hier ein paar Ideen, die Liste kannst du für dich individuell anpassen und erweitern. Finde für dich heraus, was in welcher Situation dafür sorgt, dass du dich zufriedener fühlst, weniger rastlos, weniger gehetzt oder erschöpft. Schreibe dir deine Favoriten gern auf und markiere, welche besonders gut funktionieren!

15 Ideen für deine Auszeit

  • ein paar Minuten in Ruhe mit einem Tee auf dem Balkon sitzen
  • eine heiße Dusche, einfach ungestört
  • dein Lieblingsbuch weiterlesen
  • ein Hörbuch hören
  • ein bisschen Yoga machen
  • ein paar Minuten Atemübungen machen
  • Spazierengehen
  • etwas Zeichnen
  • Stricken oder Basteln
  • einfach nur im Sessel sitzen
  • eine Freundin oder einen Freund anrufen
  • Dankbarkeitstagebuch schreiben
  • ein kurzes Schläfchen
  • ein Schaumbad nehmen
  • eine Massage

Es gibt ein paar Bedingungen, die an diese Auszeit geknüpft sind, natürlich nur zu deinem Wohl! Verbinde diese Auszeit nicht mit etwas, dass du sowieso tun musst (z. B. mit dem Hund gehen). Verbringe diese Auszeit allein und ohne Bildschirmgeräte. Die sozialen Medien oder ein Fernseher sorgen ganz sicher nicht dafür, dass du dich nach dieser Auszeit zufrieden fühlst. Im Gegenteil, sie schüren neue Wünsche, verstärken den sozialen Vergleich und verhindern, dass du zur Ruhe kommen kannst.

Es fühlt sich komisch an…

Halte aus, dass du anfangs vermutlich ein schlechtes Gewissen dabei hast. Zu lange hast du selbst in deiner Prioritätenliste nicht einmal einen Platz gehabt, deswegen fühlt sich eine für dich reservierte Zeit einfach ungewohnt an. Aus „ungewohnt“ kann mit der Zeit eine schöne neue Gewohnheit werden!

Du hast dir diese Auszeit wirklich verdient, das kannst du dir auch selbst sagen, wenn das schlechte Gewissen sich melden sollte. Und damit meine ich nicht, dass du sie dir an jedem Tag verdienen musst. Du hast dir generell, einfach weil du ein Mensch bist verdient, Zeit für dich selbst zu haben. Es erfordert keinerlei zu erbringende Leistung.

Leistung-Verdienst
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Zieh nicht die Schlussfolgerung, dass diese neue Gewohnheit nicht zu dir passt oder nichts für dich ist, weil sie sich zunächst „komisch“ anfühlt. Dein Gehirn versucht nur, dich dazu zu bewegen, sicherheitshalber alles zu tun, wie immer. Das ist ein Trick, denn dein Gehirn liebt Gewohnheiten und ist sehr skeptisch bei neuen Verhaltensweisen. Sie könnten dir ja schaden. Bald wird diese neue Verhaltensweise hoffentlich eine neue Gewohnheit, die für mehr Zufriedenheit bei dir sorgt!

Was meine Auszeit-Gewohnheit ist, möchtest du wissen? Ganz oft liebe ich es, einfach 20 Minuten zu schlafen, meistens klappt das aber nur am Wochenende. Am besten ist das, wenn die Sonne durch das Fenster scheint! Das ist Luxus pur! Lesen oder ein Hörbuch zu hören, kommen direkt danach auf der Prioritätenliste. Waldspaziergang und Yoga sind ebenfalls Favoriten, je nach Zeit, Tag und Stimmung! Und natürlich schreiben 😉 – aber das zählt nicht in die Kategorie „ohne Bildschirm“.

Berichte mir gern in den Kommentaren, ob du es ausprobiert hast, wie es sich für dich anfühlt und was deine neue Lieblingsgewohnheit geworden ist.

Waldspaziergang
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