DAS musst du jetzt tun, um nach der Quarantäne gesund zu bleiben.

Was Du jetzt tun musst, um nach der Quarantäne gesund zu bleiben.

Die Quarantäne hat sicherlich dazu geführt, die Rate an Corona-Erkrankungen zu verzögern. Wir halten Abstand und Möglichkeiten, andere Menschen anzustecken wurden minimiert. Das kann man sinnvoll finden oder eben nicht. Was aber passiert nach der Quarantäne? Es gibt einen zentralen Aspekt, den wir in diesem Zusammenhang gern vergessen. Diesen im Blick zu haben kann uns helfen, auch nach der Quarantäne gesund zu bleiben.

Warum Quarantäne?

Im Hinblick darauf, dass Entscheidungen von Verantwortlichen unter massiven Unsicherheiten (also trotz fehlender Informationen) getroffen werden mussten, sind die Quarantäne Verordnungen aufgrund der Corona-Pandemie sicherlich richtig. Keiner konnte wissen, wie sich Infektionen und Krankheitsversläufe entwickeln würden. Niemand möchte rückwirkend verantwortlich dafür sein, dass lasche Bestimmungen eine Katastrophe herbeigeführt haben. Von daher ist „Social Distancing“ eine kluge Maßnahme, um Neuansteckungen zu verringern, die Verbreitung von Corona einzudämmen und Krankenhäuser zu entlasten.

Rückwirkend werden wir daraus alle lernen müssen, welche Maßnahmen sinnvoll gewesen und ihren Zweck erfüllt haben, um der nächsten Virus-Pandemie (und diese wird kommen) mit mehr Wissen und weniger wehrlos gegenüberzustehen.

Nach der Quarantäne müssen wir lernen, was wir beim nächsten Mal besser machen sollten.
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Was passiert nach der Quarantäne?

Schrittweise werden in den nächsten Wochen verschiedene Bestimmungen gelockert. In Anbetracht dessen, dass der Virus noch immer vorhanden ist, wird es vermutlich zahlreiche Neuansteckungen und Krankheitsfälle geben [1]. Symptomlos oder symptomarm Erkrankte werden den Virus weiter tragen. Aber wir können nicht bis Ende des Jahres in Quarantäne bleiben, zumal dann die nächste Grippewelle wieder am Start steht, möglicherweise eine weitere Pandemie, wenn auch mit weit weniger Medieninteresse. Was übersehen wir hier?

Wir haben ein Immunsystem!

Unser Körper ist dafür gemacht, um mit Viren, Bakterien und Pilzen umzugehen. Das ist der Job unseres Immunsystems, mit diesen fertig zu werden. Ist unser Immunsystem stabil, dann sind wir mit großer Wahrscheinlichkeit auch für die Zeit nach der Quarantäne gut gewappnet.

Unser Immunsystem aber wird sehr häufig durch die Art und Weise wie wir leben, beeinträchtigt. Dazu zählen Zucker in der Ernährung, Stress, Schlafmangel, Nährstoffmangel, Übergewicht und chronische Erkrankungen.

Mehr dazu hier: Die perfekte Zeit für Gesundheit.

Auch nach der Quarantäne sind wir, bei einem schwachen Immunsystem gefährdet, dass der Krankheitsverlauf bei einer Infektion schwerwiegender ist. Neuen Studien zufolge sind übergewichtige Menschen die am stärksten gefährdete Gruppe für einen schweren Corona-Verlauf mit Einweisung ins Krankenhaus, noch vor älteren Menschen und Patienten mit Lungen- und Herzerkrankungen oder Diabetes. Dieses Ergebnis offenbarten jetzt mehrere große Studien an Menschen, die mit Covid-19 in ein Krankenhaus eingewiesen wurden [2,3].

Übergewicht ist ein Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Corona Erkrankung, auch nach der Quarantäne.
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Unsere Hauptaufgabe sollte daher sein, JETZT unser Immunsystem zu stärken. Das vergessen wir komplett. Die Quarantäne wird enden, social Distancing wird eingeschränkt sein, wir werden wieder mehr in Kontakt mit diesem und anderen Erregern kommen, aber wir können uns jetzt vorbereiten.

Was du jetzt tun kannst

Achte auf deine Nährstoffversorgung, Süßigkeiten, Fast Food und Fertiggerichte können diese Versorgung nicht sicherstellen und überdies blockieren sie unser Immunsystem. Unser Körper braucht jetzt die richtigen Nährstoffe damit das Immunsystem optimal arbeiten kann. Drei wichtige Schritte möchte ich im Folgenden vorstellen.

Mehr zur gesunden Ernährung: Welche Ernährung ist eigentlich wirklich „gesund“?

Vitamin D Spiegel testen

Wir leiden zum großen Teil an einem oftmals eklatanten Vitamin D3 Mangel, der unser Immunsystem schwächt uns uns anfällig macht. Vitamin D3 – eigentlich ein Hormon – aktiviert mehr als 250 Enzyme in unserem Körper. Vitamin D3 hilft bei der Reduktion von Entzündungen (bei chronischen Erkrankungen sind diese dauerhaft vorhanden) und stärkt das Immunsystem.

Vitamin D kann auch durch Sonneneinstrahlung gebildet werden, dazu muss aber die Sonne bereits hoch genug stehen (42  Grad über dem Horizont), von Herbst bis zum Frühjahr hat sie diese Kraft in unseren Breitengraden leider noch nicht [6]. Außerdem kann es auch sein, dass der Körper, trotz ausreichender Sonneneinstrahlung, nicht ausreichend Vitamin D erstellt.

Als Faustregel kann man sagen: Ist dein Schatten länger als deine Körpergröße, steht die Sonne zu flach, um Vitamin D zu bilden. Damit dies geschehen kann, muss sie 42 Grad oder höher am Horizont stehen (dann ist der Schatten kürzer) [6].

Sonnenstrahlen können helfen, Vitamin D3 zu bilden.
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Der optimale Spiegel im Blut liegt bei 70-80 ng/ml, also im „normal hohen Bereich“ [2]. Als Nahrungsergänzungsmittel sollte Vitamin D3 am besten mit K2 kombiniert werden, um eine optimale Wirkung zu erreichen.

Vitamin C Mangel

Wir sind häufiger als wir glauben mit Vitamin C unterversorgt. Insulinresistenz ist beispielsweise ein Faktor, der zum Vitamin C Mangel beitragen kann [7]. Nicht ausreichend, um gleich krank zu werden, aber dennoch genug, um ein geschwächtes Immunsystem zu haben und anfällig für schwere Infekte zu sein, wie z. B. Lungenentzüngung [4]. Infekte wiederum erhöhen unseren Bedarf an Vitamin C. Vitamin C ist wasserlöslich und wir können es nicht speichern, daher können wir schon innerhalb weniger Wochen an einem Vitamin C Mangel leiden, wenn wir es nicht konstant über die Nahrung zuführen [4].

Vitamin C ist in Kiwis enthalten und unterstützt dein Immunsystem auch nach der Quarantäne.
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Zitrusfrüchte, Kiwis, Paprika, Sauerkraut, grünes Blattgemüse und Erdbeeren sind reich an Vitamin C. Das Vitamin gibt es auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Vitamin C aus natürlichen Quellen, wie Acerolakirsche oder Zitrus unterstützt das Immunsystem. Ascorbinsäure, ein synthetisches Vitamin C, enthält jedoch nur eine Komponente von Vitamin C und wird oft aus Mais hergestellt, der selbst kein Vitamin C enthält [4]. Mindestens 200 mg an natürlichem Vitamin C sollten wir täglich aufnehmen [4].

Zink als Immunbooster

Zink stärkt das Immunsystem, es hilft ihm auf Pathogene also bspw. Viren zu reagieren [8]. Die weißen Blutzellen enthalten normalerweise viel Zink, das sie für praktisch jede „Handlung“ des Immunsystems benötigen. Bei Menschen mit entzündlichen Vorerkrankungen enthalten sie jedoch nicht genügend Zink und damit kann das Immunsystem nicht optimal arbeiten [5]. Zink hilft darüber hinaus gegen Fieber, unterstützt und schützt die Lungen vor Viren, senkt Entzündungen, reduziert die Dauer von Infekten und beugt weiteren Infekten vor [8]. Zinkmangel steht auch im Zusammenhang mit einer geringeren Zahl an Lymphozyten, welche die „Soldaten“ unseres Immunsystems sind [8].

Besonders gefährdet, nicht ausreichend mit Zink versorgt zu sein, sind vor allem stillende Mütter, Schwangere, Athleten, Veganer, Menschen, die Abführmittel oder Entwässerungstabletten nehmen und Menschen, die zu viel Alkohol trinken [9].

Schwangere und stillende Mütter müssen vermehrt auf die Zufuhr von Zink achten.
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Woher bekommen wir Zink? Zink ist zwar in zahlreichen Lebensmitteln vorhanden, aber oft nicht gut für unseren Körper verfügbar, da Zink in diesen Nahrungsmitteln (oft Pflanzen) an Phytate und Oxalate gebunden ist. Eine gute „Bioverfügbarkeit“ von Zink gibt es in folgenden Nahrungsmitteln: tierisches Eiweiß aus guter Haltung (rotes Fleisch oder Geflügel), Fisch, Meeresfrüchte, Austern und als pflanzliches Lebensmittel sei hier die Avocado genannt, in der das Zink nicht an oben genannte „Verteidigungsstoffe der Pflanze gebunden“ und daher gut verfügbar ist [9].

Auch aus Nahrungsergänzungsmittel mit Zink können wir oft nur 50-60% des enthaltenen Zinks verwerten. Daher ist es oft besser, oben genannte zinkreiche Nahrungsmittel auszuwählen als Geld für Nahrungsergänzung auszugeben.

Stärke das Immunsystem jetzt

Um optimal für die Lockerung der Quarantäne vorbereitet zu sein, sollten wir also dringend jetzt unsere Nährstoffversorgung aufstocken, damit das Immunsystem gestärkt wird. Dann ist es wirklich in der Lage, seiner Aufgabe nachzukommen, uns gesund zu erhalten. Bewegung an der Sonne, die Reduktion von Zucker, weniger Stress und eine super nährstoffreiche Ernährung spielen hier einen Schlüsselrolle. Nahrungsergänzungsmittel an der richtigen Stelle können dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Dann sind wir auch gut vorbereitet, Infekte in der Zukunft abzuwehren, wenn wir wieder arbeiten, Menschen treffen, Sport machen und Zeit mit Freunden und Familie verbringen.


[1] Dr. Ben Lynch – Instagram Live vom 19.4.2020: https://www.instagram.com/p/B_IXzXbg3Xp/

[2] Studie der New York University Grossman School of Medicin an 4103 Patienten mit Covid-19: https ://www.zdnet. com/article/nyu-scientists-largest-u-s-study-of-covid-19-finds-obesity-the-single-biggest-factor-in-new-york-critical-cases/

[3] Studie an 13.381 Patienten durch Dr. Jennifer Lighter der New York Unniversity Langone Health;  https ://www.rep-am. com/local/localnews/2020/04/13/obesity-appears-to-be-a-major-covid-19-risk-factor-research-says/

[3] Vitamin D3: Dr. David Perlmutter (2013): Delightful Vitamin D.

[4] Vitamin C: Dr. Eric Berg (2020): Immune benefits of Vitamin C.

[5] Zink: Dr. Eric Berg (2020): Are Ventilators for COVID-19 Doing More Harm than Good?

[6] Vitamin D3: Dr. Nicolai Worm für Fitbook: https://www.fitbook.de/health/sonne-vitamin-d-produktion

[7] Vitamin C: Dr. Eric Berg (2018): Vitamin C, an important factor in cardio vascular health.

[8] Zink: Dr. Eric Berg (2020): Different Ways Zinc Influences the Coronavirus.

[9] Zink: Dr. Ken D. Berry (2020): 7 ZINC Rich Foods (Bio-Available Zinc 2020)


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