PERMA macht Dich glücklich!

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Ezhikoff via Visualhunt.com

Glücklich zu sein ist eines der größten Ziele im Leben. Wir wünschen uns und anderen – wenigstens zum Geburtstag – glücklich zu sein und der größte Wunsch von Eltern ist oftmals, dass ihre Kinder „einfach nur glücklich“ sind.

Aber was bedeutet es, “glücklich zu sein”? Irgendwie erscheint “Glück” wie eine leere Worthülse ohne jeden Inhalt. Wie können wir also herausfinden, was uns glücklich macht?

Manchmal kann es durchaus hilfreich sein, die Wissenschaften zu bemühen. In diesem Fall ist es das Feld der „Positiven Psychologie“, welche sich mit den positiven Aspekten des menschlichen Daseins und eben auch mit dem Thema Glück beschäftigt. Die Erkenntnisse sind in der Lage, uns einen Rahmen zu bieten, den wir individuell füllen können.

Studien der Positiven Psychologie der letzten Jahre haben verschiedene Lebensbereiche identifiziert, welche dazu beitragen, glücklich zu sein. Diese Bereiche werden gemeinsam durch das Akronym PERMA beschrieben (Martin Seligman).

  1. P (engl. Pleasure) – Freude – Vergnügen:Freude und Vergnügen zu erleben macht uns glücklich. Freude kann ein Spaziergang im Park, ein leckeres Essen oder eine Massage sein. Mehr Freuden bedeuten auch mehr positive Gefühle (Emotionen). Der einzige Nachteil von Vergnügen ist seine kurze „Halbwertszeit“: Wenn wir lecker gegessen oder uns tolle neue Schuhe gekauft haben, hält die Freude nur vergleichsweise kurz an, bis wir „Nachschub“ benötigen.
  2. E (engl. Engagement) – Engagement:Dich in Bereichen deines Lebens vollkommen zu engagieren, ob dies im Job, Hobby, Sport oder der Elternschaft ist, sorgt vorübergehend für ein Gefühl, komplett absorbiert zu sein, die Zeit spielt keine Rolle mehr. In der Psychologie nennt man dieses Erlebnis „Flow“[1], bei Musikern sagt man z. B. „sie sind Eins mit der Musik“. Diese Momente im Leben helfen, Fähigkeiten, Intelligenz und emotionale Ressourcen zu entwickeln.
  3. R (engl. Relationships) – Beziehungen: Die meisten besonders glücklichen Momente, an die wir uns erinnern, erleben wir gemeinsam mit anderen Menschen, denen wir uns verbunden fühlen. Positive und stabile Beziehungen treiben uns voran, lassen und wachsen und bieten Unterstützung in schwierigen Zeiten.
  4. M (engl. Meaning) – Bedeutung & Sinn:Deine Stärken zu kennen und diese in den Dienst von etwas zu stellen, das größer ist als Du selbst wie z. B. gemeinnützige Aufgaben oder größere Projekte gibt deinem Leben und Dasein mehr Sinn und Bedeutung als der Konsum materieller Dinge.
  5. A (engl. Accomplishments) – Leistung & Können:Ziele und Ambitionen zu haben führt zu dem Ehrgeiz, diese Ziele auch zu erreichen. Es ist ein menschliches Bedürfnis, etwas zu leisten und erfolgreich zu sein, ein Teil von Glück und Zufriedenheit.

Alle 5 Bereiche spielen für ein glückliches Leben eine Rolle, aber der Beitrag der einzelnen Bereiche zum Glück ist unterschiedlich:

  • Engagement, Beziehungen, Sinn und Leistung sind für ein glückliches Leben von sehr großer Bedeutung.
  • Freuden (z.B. materiell) alleine werden nicht dafür sorgen, dass du rundum glücklich bist, denn an diese Art positiver Emotionen gewöhnt man sich sehr schnell. Darüber hinaus ist die Intensität, mit der wir positive Gefühle erleben können angeboren[2] und kann nur zu etwa 10 bis 15% durch Training verändert werden.
  • Aber: Wenn dein Leben bereits mit Engagement, stabilen Beziehungen, Sinn und Leistung ausgefüllt ist, kann Vergnügen (auch materielles) einen zusätzlichen Beitrag zum Glück leisten, so etwa wie die „Sahne mit der Dekokirsche“ auf dem Leben.

Man könnte diese Bereiche des Glücks auch als dein individuelles Rezept betrachten. Das Rezept ist erst perfekt, wenn alle 5 Zutaten verwendet werden, Du kannst aber bestimmen, welche 5 Zutaten Du verwendest. Wie sieht Dein individuelles Rezept für ein glückliches Leben aus?

Quellen:

Authentic Happiness Webpage, University of Pennsylvania: https://www.authentichappiness.sas.upenn.edu/

Go Strengths – Social and Emotional Learning …Revolutionized: http://www.gostrengths.com/whatisperma/

Weitere Empfehlungen zum Thema:

 

[1] Das Konzept des „Flow-Erlebens“ stammt von Mihály Csíkszentmihályi.

[2] Ihr kennt sie alle, diese Menschen die so richtig jubeln und sich freuen können, dass alle im Umkreis angesteckt werden, während andere nur leicht die Mundwinkel nach oben ziehen, wenn sie sich riesig freuen.

One comment

  1. gluecksfreunde.de · · Reply

    Schön geschrieben! Sprichst mir dabei aus der Seele! 🙂 lg kati

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