Von EISENMANGEL haben wir alle schon einmal gehört, richtig ernst nehmen wir es aber meistens nicht. Ich möchte heute zeigen, wofür Eisen im Körper gut ist, woran du erkennst, ob du einen Eisenmangel haben könntest, wie du deine Eisenversorgung messen lassen kannst und natürlich auch, was du selbst tun kannst.
Warum ist mir das Thema Eisenmangel wichtig?
Ich habe erst kürzlich von einer jungen Patientin gehört, die schwer depressiv und suizidgefährdet war. Sie bekam verschiedene Antidepressiva verschrieben, wurde in diverse Kliniken eingewiesen und konnte ihren Alltag überhaupt nicht mehr bewältigen. Erst später kam sie zu einer ganzheitlichen Medizinerin, die auch die Versorgung mit Eisen und anderen Vitaminen gemessen hat und feststellte, dass das Mädchen einen schweren Mangel an Eisen, Vitamin D3, B12 und einigen anderen Nährstoffen hatte. Das wurde vorher nie überprüft. Jetzt kommt der Teil, der für ungläubiges Kopfschütteln sorgen sollte: Nach Ausgleich dieser Mängel war das Mädchen praktisch vollständig geheilt und konnte (einige Zeit später) ein Studium beginnen, ohne Antidepressiva!

So etwas darf heute nicht mehr passieren!
Ich bin absolut entsetzt, dass das heute noch passieren kann. Denkt an die Angst und Sorge der Eltern, die vermutlich auch grübeln, was sie falsch gemacht haben und keinen Ausweg wissen. Denke daran, dass dieses Mädchen vielleicht nie ihr Leben hätte leben können, wenn sie nicht an diese Ärztin geraten wäre.
Wie viele Mädchen, Frauen und Jungen bzw. Männer gibt es da „draußen“, deren Nährstoffmängel (ganz allgemein) nicht erkannt werden und die eigentlich das einzige sind, was ihnen fehlt? Dennoch werden Symptome oft als „psychische“ oder mentale Erkrankung diagnostiziert. Dabei wird vergessen, dass zahlreiche körperliche Vorgänge, die bei Nährstoffmangel fast nur „provisorisch“ ablaufen können, NATÜRLICH unser psychisches Befinden beeinflussen. Die Aktivität von Gehirn, Nervensystem, Hormonbildung etc. ist auf diese Nährstoffversorgung angewiesen! Psychische Symptome heißen nicht, dass das „Problem“ mental ist, es dem Körper aber gut geht. Beides hängt untrennbar miteinander zusammen. Was natürlich im Umkehrschluss auch nicht heißt, dass jede Depression verschwindet, wenn die Nährstoffversorgung stimmt. Nährstoffmängel auszugleichen sollte aber, ob mit oder ohne Depression, immer ernst genommen werden.
Genau das hat mich motiviert, über das Thema Eisenmangel deinen Blick auf die Nährstoffversorgung zu richten. Einige weitere Artikel zum Thema Nährstoffe findest du bereits auf meiner Seite:
Symptome eines Eisenmangels
Viele Symptome, die typisch für einen Eisenmangel sind, können natürlich keine Diagnose anhand von Laborwerten ersetzen, aber sie bieten schon einmal einen Anhaltspunkt, ob ein Eisenmangel denkbar ist.
Hier die wichtigsten Symptome [1,4].
- Müdigkeit
- Blässe
- Leistungsabfall
- Schwäche
- Schwindel
- Abgeschlagenheit
- Kurzatmigkeit unter Belastung
- Infektanfälligkeit
- Herzklopfen (kann auch mit der Schilddrüse oder den Wechseljahren zusammenhängen)
- Kopfschmerzen (sie können natürlich viele Ursachen haben, wie z. B. Spannungskopfschmerzen)
- Konzentrationsstörungen
- abnorme Essgelüste z. B. auf Kalk und Erde (Pica Syndrom)
- raue rissige Haut (kann auch auf einen Mangel an Omega-3 Fettsäuren hinweisen)
- rissige Mundwinkel (kann auch Folge anderer Nährstoffmängel sein)
- brüchige Nägel
- nach innen gebogene Nägel (Hohlnägel)
- diffuser Haarausfall (im Unterschied zum kreisrunden Haarausfall) (zusätzlich Schilddrüse prüfen!)
- Zungenbrennen mit Schmerzen beim Schlucken
- Ausbleiben der Periode bei Frauen mit schwerem Eisenmangel (Eisenmangelanämie) [10].
- Selbst Depressionen können, wie oben beschrieben, im Zusammenhang mit Eisenmangel stehen [11]
Dabei ist wichtig, dass natürlich nicht alle Symptome auftreten (müssen) und man nicht darauf warten muss, dass es wirklich „schlimm“ ist, bis man einen Eisenmangel überprüft (Hinweise dazu später). Schon, wenn jemand schlapp und müde ist oder recht häufig einen Infekt hat, sollte man das Thema Eisenmangel in Betracht ziehen.
Wer ist besonders häufig betroffen?
Besonders häufig von einem Eisenmangel betroffen sind Frauen im reproduktionsfähigen Alter (also mit Periode, bei der sie jeden Monat Blut und damit auch Eisen verlieren), Vegetarier(innen) und Veganer, Kinder und Jugendliche in Wachstum und Pubertät, aber auch und BlutspenderInnen [1].
Damit haben wir also die Menschen, die (1) regelmäßig Blut (+ damit Eisen verlieren), diejenigen, die (2) wenig aufnehmen und die, die (3) einen erhöhten Bedarf haben. Nicht selten treffen bei jungen Frauen alle drei Kriterien zu: sie haben ihre Periode, essen wenig oder kein Fleisch (rotes Fleisch enthält mehr Eisen) und sie sind im Wachstum. Darüber hinaus spielt (4) auch die Aufnahme von Nährstoffen im Darm eine zentrale Rolle. Bei Menschen mit Verdauungsstörungen oder entzündlichen Darmerkrankungen funktioniert diese oft nicht gut. Dann kann auch eine ausreichende Menge an Eisen aus der Nahrung nicht dort ankommen, wo sie gebraucht wird.
Diese Kriterien liefern natürlich nur einen ersten Anhaltspunkt. Ich habe auch schon junge Männer gesehen, die gern Fleisch essen und zwar nicht gleich einen Eisenmangel haben, aber eben nicht gut versorgt sind für das, was sie versuchen in Alltag und Sport zu leisten.
Was macht Eisen im Körper?
In unserem Organismus befinden sich nur etwa 2-4 Gramm Eisen [7]. Etwa ein Drittel davon wird in Leber, Milz, Darmschleimhaut und Knochenmark gespeichert. Nur etwa ein Drittel des Eisens befindet sich überhaupt im Blut, gebunden an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin [7]. Eisen ist essenziell wichtig zum Transport von Sauerstoff im Körper. Dafür wird der eingeatmete Sauerstoff aus der Luft im Blut an das Eisen gebunden und zu den jeweiligen Organen transportiert [7]. Deswegen sind wir auch schlapp und kurzatmig, wenn Eisen fehlt, weil dann der Sauerstofftransport nicht optimal ablaufen kann.
Darüber hinaus ist Eisen Bestandteil vieler Enzyme, z. B. im Energiestoffwechsel unserer Mitochondrien, das sind die Energiekraftwerke der Zellen [5]. Es ist wichtig für die körperliche Entwicklung und die Gehirnentwicklung, die Muskelfunktion, die DNA-Synthese, die Herstellung von Neurotransmittern, wie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin [5]. Auch unser Immunsystem braucht Eisen für eine optimale Funktion, ebenso wie die Blutgefäße und die Entgiftungsprozesse in der Leber [5]. Im Blut bindet das Eisen an ein Protein, namens Transferrin und wird von diesem zu den jeweiligen Destinationen transportiert [7]. Um Eisen zu speichern, wird es im Körper an das Protein Ferritin gebunden und dann in den Organen „aufbewahrt“ [7]. Beide Eiweiße werden später bei den Laborwerten noch einmal wichtig sein.
Ursachen eines Eisenmangels
Ursachen für Eisenmangel können vielfältig sein. Ein bisschen gehen sie schon aus dem hervor, was ich oben geschrieben habe, als es um die Risikogruppen ging. Ein Eisenmangel kann daran liegen, dass wir zu wenig Eisen mit der Nahrung aufnehmen, bspw. als Vegetarier oder Veganer, der Darm das Eisen nicht gut aufnimmt (z. B. aufgrund einer Entzündung), man viel Eisen verbraucht, z. B. als Sportler(in) oder man zu viel Eisen verliert, z. B. durch Menstruation, Magen-Darm Blutungen, aber auch bei der Geburt eines Kindes mit viel Blutverlust [6]. Auch Menschen, die regelmäßig Blut spenden, können einen Eisenmangel aufweisen [1], ebenso wie Menschen, die „Säureblocker“ z.B. Pantoprazol einnehmen [10].
Eisenmangelstadien
Natürlich wachen wir nicht eines Morgens auf und leiden an Blutarmut, also Anämie. Eisenmangel hat verschiedene Stadien und entwickelt sich über längere Zeit [1].
- Stadium 1: Die Bildung roter Blutzellen funktioniert noch gut, aber das gespeicherte Eisen wird weniger oder ist schon reduziert (Speichereisen), weil wir entweder zu wenig Eisen aufnehmen oder zu viel verbrauchen (verlieren).
- Stadium 2: Die Vorläufer der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) enthalten schon zu wenig Eisen, der Hämoglobinwert (roter Blutfarbstoff) ist jedoch noch normal (vielleicht aber schon nicht mehr optimal).
- Stadium 3: Die Menge des roten Blutfarbstoffes in den Erythrozyten ist jetzt auch zu gering, also der HB Wert ist niedrig. Jetzt gibt es die Diagnose Eisenmangelanämie.
In der konventionellen Medizin wird in den ersten beiden Stadien meistens noch nicht interveniert. Solange der HB-Wert noch nicht erniedrigt ist, ist es noch nicht „schlimm genug“.
Warum wird Eisenmangel übersehen?
Die Versorgung mit Nährstoffen wird leider in der konventionellen Medizin meistens (noch?) ignoriert. Selbst die Messung von Vitamin D3 (dem „Sonnenvitamin“) ist in keinem „Blutbild“ enthalten, sondern muss extra angefordert und bezahlt werden. Damit wird beispielsweise ein Eisenmangel meistens dann erst erkannt, wenn bereits eine Anämie, also eine Blutarmut vorliegt. Dann hat der Körper bereits auf den „Notfahrplan“ umgestellt, weil es uns an Eisen (und vielleicht noch anderen Nährstoffen) mangelt. In 80% aller Anämien ist Eisenmangel die Ursache [1]. Damit kann ein Eisenmangel vorher praktisch nicht entdeckt werden, denn die Versorgung (mit Eisen) und die Befüllung der Eisenspeicher werden ja nicht überprüft.
Wenn man natürlich davon ausgeht, dass alles, was an Eisenmangel noch VOR einer Anämie ist, nicht schlimm und nicht behandelnswert ist, weil man ja noch nicht „krank“ ist, dann wird Eisenmangel auch weiterhin nicht diagnostiziert. Das ist kein böser Wille der Ärzte, sondern im System unserer Medizin begründet, die durch Messungen versucht, Krankheiten zu erkennen oder auszuschließen. Sind diese nicht zu finden, z. B. eben eine Anämie, sind wir im Umkehrschluss „gesund“.
Dass aber zwischen „gesund“ und „krank“ noch ein riesiger Graubereich liegt, in dem wir uns nicht gut fühlen, schlapp sind, erschöpft oder infektanfällig, auch ohne Anämie, kommt erst langsam in den Köpfen an. Mehr dazu auch im folgenden verlinkten Artikel zum Thema „Nährstoffhunger“:
Die richtigen Laborwerte bestimmen
Eisenmangel erkennen
Leider gibt es nicht den einen Parameter, anhand dessen man einen Eisenmangel bestimmen oder erkennen kann. Das, was oft gemacht wird, einfach „Eisen“ im Blut zu bestimmen, hilft uns praktisch nicht weiter, weil dieser Wert wenig über die Versorgung mit Eisen aussagt und stark schwanken kann [9]. Wie bereits oben angesprochen, kommen aus diesem Grund die Proteine ins Spiel, an die Eisen im Körper für den Transport und die Speicherung gebunden wird. Folgende Werte solltest du bestimmen lassen, um einen Eisenmangel zu prüfen. Hinter den jeweiligen Laborwert schreibe ich noch die wünschenswerten Optimalwerte [5]. Sie stellen sicher, dass dein Organismus gut funktionieren kann und du mit „gut aufgepumpten Reifen“ durchs Leben radeln kannst. Zur Differenz zwischen Normal- und Optimalwerten schau einfach in den nächsten Abschnitt.
Laborwerte zur Messung der Eisenversorgung
- Ferritin (Speichereisen):
- Frauen: 70-200ng/ml
- Männer: 100-300ng/ml
- Transferrinsättigung (Sättigung des Transportproteins mit Eisen):
- Frauen: 25-35%
- Männer: 30-40%
- CRP* (Entzündungswert): < 0,6 mg/l
*Der Entzündungswert ist deswegen wichtig, weil ein erhöhter CRP Wert dafür sorgen kann, dass dein Ferritin normal oder erhöht ist, was aber dann vielleicht nur der akuten Entzündung geschuldet ist. Sollte dies der Fall sein, dass bspw. dein CRP 25mg/l beträgt und dein Ferritin „gut“ aussieht, würde ich in einigen Wochen diese Werte noch einmal nachmessen lassen. Ein Eisenmangel ist nämlich in dieser Konstellation nicht ausgeschlossen.
Ausschluss einer Anämie
Um eine Anämie (also eine Blutarmut) auszuschließen, kannst du die Eisenmessung auch mit dem kleinen Blutbild kombinieren (dazu gibt es hier einen ganzen Artikel). Wichtig: Du kannst auch einen Eisenmangel haben, ohne Anämie. Diese ist, wie oben bei den Stadien de Eisenmangels beschrieben, die Konsequenz eines wirklich schweren Eisenmangels. Aber auch ohne Anämie, sollte ein Eisenmangel nicht ignoriert werden, schließlich wollen wir leistungsfähig sein, Energie haben und von einem guten Immunsystem profitieren. Im kleinen Blutbild werden unter anderem folgende Werte gemessen, ich ergänze jeweils auch die Optimalbereiche [5]:
- HB (Hämoglobin = roter Blutfarbstoff):
- Frauen: 13,5 g/dl
- Männer: 15 g/dl
- MCV (Größe der Erythrozyten): 85-90 fl*
- MCH (Färbung der Erythrozyten): 28-30pg**
*Bei Eisenmangel ist dieser Wert niedrig, weil die Erythrozyten zu klein sind. **Der Hämoglobingehalt der Erythrozyten, wird manchmal auch als HbE angegeben. Die Färbung der Erythrozyten ist bei Eisenmangel eher blass, deswegen ist der MCH Wert dann zu niedrig.
Normalwerte vs. Optimalwerte
Referenzbereiche der Labore spiegeln wider, wie unsere Bevölkerung gesundheitlich aufgestellt ist. Sie zeigen, wo sich die Mehrheit der Bevölkerung (95%) befindet, sagen aber nichts darüber aus, wie ein Wert für eine optimale Funktion des Organismus aussehen müsste [6]. So ist beispielsweise der Optimalwert für das Ferritin größer als 70 (Frauen) bzw. 100 ng/ml (für Männer). Als NORMAL gelten Werte jedoch oft schon über 10ng/ml [6].
Ja, dann ist man im unteren Bereich dessen, was auch andere Menschen in der Bevölkerung haben und gilt damit als „normal“ und nicht behandlungsbedürftig. Aber gut versorgt sind wir mit Eisen keineswegs, wenn wir einen Ferritinspiegel von 10ng/ml haben, wir sind vermutlich schlapp, blass, kurzatmig beim Treppe steigen und vielleicht auch häufiger krank. Der Normwert ist also oftmals keine gute Hilfe.
Gut zu wissen: Eisenspeicherkrankheit
Es gibt auch Menschen, die eine so genannte Eisenspeicherkrankheit haben. Sie nennt sich Hämochromatose. Sie haben zu viel Eisen im Körper, das ist auf Dauer nicht gut, denn es fördert Entzündungen. Das ist ein Grund warum nicht nur ich empfehle, Eisen nicht „einfach nur so“ einzunehmen, sondern die genannten Labowerte zu testen. Nicht jeder, der schlapp und müde ist, hat auch einen Eisenmangel oder kann von einer zusätzlichen Eisenaufnahme profitieren.
Bei einer Hämochromatose wird zu viel Eisen im Körper eingelagert, vor allem in Leber und Herz. Das kann eine Leberzirrhose und Herzmuskelerkrankung zur Folge haben [8]. Darüber hinaus gibt es aber auch andere Ursachen, die für zu hohe Eisenwerte im Blut sorgen können, wie bspw. eine Autoimmunerkrankung, bei der die roten Blutkörperchen zerstört werden oder eine Fettleber [7,5]. Auf diese medizinischen Details einzugehen, würde hier jedoch zu weit führen. Die Diagnostik ist die Aufgabe deines Arztes oder deiner Ärztin. Nur noch als Anhaltspunkt: typisch für eine Hämoochromatose sind Ferritinwerte von >600 ng/ml und eine Transferrinsättigung von >50% [5].
Was du selbst tun kannst
Der Tagesbedarf an Eisen wird für Männer mit 10mg angegeben, Frauen brauchen etwa 15mg Eisen je Tag [7]. Generell sollten wir versuchen, genug Eisen über die Nahrung aufzunehmen. Ist bereits ein Eisenmangel diagnostiziert, würde ich aber sowohl die gezielte Aufnahme von Nahrungsmitteln mit einem hohen Eisengehalt steigern als auch zusätzlich Eisen als Nährstoff aufnehmen. Das sorgt dafür, die Speicher schneller wieder aufzufüllen und die Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Die Auffüllung der Speicher allein über die Ernährung wird meistens nicht funktionieren.
Eisen über zusätzliche Nährstoffe
Je nach Ergebnis des Labortests sollte die Dosis des Eisenpräparates angepasst werden.
- Eisenmangel: <50mg jeden zweiten Tag (weitere Tipps siehe „Nährstoffaufnahme verbessern“)
- Leichter Eisenmangel: 15-30 mg jeden zweiten Tag (z. B. bei Werten knapp unter dem Optimalbereich)
Suche nach Produkten in Kombination mit Vitamin C, das verbessert die Aufnahme von Eisen deutlich.
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Eisen ist nicht immer leicht für unseren Magen, auch, wenn wir es dringend brauchen. Daher probiere für dich aus, mit welchem Präparat du am besten klarkommst. Anfängliche Verstopfung und ein schwarz gefärbter Stuhl sind normal und nicht besorgniserregend. Bei Übelkeit kann es hilfreich sein, das Eisen mit einer Mahlzeit aufzunehmen und nicht nüchtern, obwohl die Aufnahme nüchtern besser ist. Wie du darüber hinaus die Nährstoffaufnahme von Eisen verbessern kannst, liest du im folgenden Abschnitt.
Nährstoffaufnahme verbessern
Generell gibt es noch ein paar Tricks, um die Aufnahme von Eisen im Körper zu verbessern.
- Nimm dein Eisenpräparat nur jeden zweiten Tag, das verbessert die Aufnahme erheblich.
- Kombiniere Eisen mit Vitamin C (in den meisten Produkten bereits enthalten)
- Nimm Eisen getrennt von Mineralstoffen, wie Kalzium, Magnesium, Zink, Kupfer und Mangan (zeitlicher Abstand 1-2 Stunden)
- Halte einen zeitlichen Abstand (2-3 Stunden) zum Konsum von Kaffee, Tee, Milchprodukten, Cola und Vollkornprodukten ein
- Am besten wird Eisen aufgenommen, wenn du es auf nüchternen Magen nehmen kannst, z. B. abends vor dem Zubettgehen. Wenn dir davon übel wird, nimm es zur Mahlzeit.
- Weniger Magen-Darm Beschwerden machen folgende Eisenformen: Eisenfumarat, Eisen-Bisglycinat oder Eisen-Gluconat [10]
Tipp: Eisen kann die Aufnahme von Wirkstoffen aus Medikamenten verringern. Bitte halte daher einen zeitlichen Abstand zur Einnahme von Medikamenten ein, wie z. B. Blutdrucksenkern, Osteoporose-Medikamenten, Parkinson Medikamenten, Schilddrüsenmedikamenten (z. B. L-Thyroxin), Antibiotika und Tuberkulose-Medikamenten [10].
Eisen über die Nahrung
Nahrungsmittel mit einem hohen Eisengehalt, der gut bioverfügbar ist, sind tierischer Herkunft. Das darin enthaltene Häm-Eisen wird vom Körper zu 20-30% aufgenommen. Pflanzliches Eiweiß (nicht Häm-Eisen) wird nur zu etwa 1-10% aufgenommen, weil es im Darm erst umgewandelt werden muss [10].
Tierische Quellen (mg Eisen je 100g): [12,13]
- Schweineleber (19,5mg)
- Kalbsleber (7,9mg)
- Corned Beef (4,1mg)
- Rindfleisch (Schulter) (3,2mg)
- Schweinefilet (3mg)
- Geflügel (2,6mg)
Pflanzliche Quellen (mg Eisen je 100g):
- Weizenkleie (16mg)
- Kürbiskerne (12,5mg)
- Hanfsaat (11mg)
- Sesamsamen (10mg)
- Amaranth (9mg)
- Quinoa (8mg)
- Leinsamen (8mg)
- Linsen (8mg)
- Pistazien (7mg)
- Pfifferlinge (6,3mg)
- Kichererbsen, Saubohnen, weiße Bohnen, Kidneybohnen (6mg)
- Sonnenblumenkerne (6mg)
Eisenmangel behoben?
Nun weißt du schon sehr viel, was das Thema Eisenmangel angeht. Ich hoffe, dass dir dieses Wissen weiterhilft, ohne dich zu überfordern. Beginne am besten mit den Laborwerten. Liegen sie unterhalb der genannten Optimalwerte, solltest du deine Eisenversorgung optimieren. Nutze gezielt Lebensmittel, die Eisen enthalten, um sie in deinen Speiseplan zu integrieren. Eisen zusätzlich als Nährstoff aufzunehmen, ist bei Eisenmangel wirklich sinnvoll. Versuche erst einen oder zwei der Tipps zur verbesserten Nährstoffaufnahme zu berücksichtigen und wenn sich das eingespielt hat schaue nach, ob sich noch ein oder zwei weitere Tipps leicht umsetzen lassen.
Nach 3-4 Monaten solltest du noch einmal überprüfen, wie sich Ferritin und Transferrinsättigung verbessert haben, lass den Entzündungswert CRP gleich noch einmal mitbestimmen. Solltest du in der Mitte des Optimalbereiches liegen, kannst du die Einnahme des Eisenpräparates bspw. auf 2x wöchentlich reduzieren und dann erneut nach 3 Monaten messen, ob du noch immer im Optimalbereich bist. Einige Menschen werden Eisen sicherlich längerfristig einnehmen müssen, um nicht erneut in einen Eisenmangel zu rutschen. Ich wünsche dir viel Spaß dabei, deine Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen.
Mehr Artikel zum Thema Nährstoffe & Nahrungsergänzungsmittel:
Quellen & Ressourcen:
- [1] https://www.bioscientia.de/service/gesundheitsthemen/eisenmangel/
- [2] https://www.bioscientia.de/service/gesundheitsthemen/grosses-blutbild/
- [3] https://www.muenchen-klinik.de/blutkrankheiten/blutbild/
- [4] https://www.eisencheck.at/eisenmangel/folgen/infektanfaelligkeit/
- [5] Orfanos-Boeckel, H. (2024): Nährstofftherapie. Der Praxisleitfaden. Trias. https://amzn.to/3K5X2Kh (*)
- [6] Osterhaus, T. (2023): Der Blutwerte Code. Riva https://amzn.to/3W0WGXK (*)
- [7] https://www.netdoktor.de/laborwerte/eisen/
- [8] https://www.netdoktor.de/krankheiten/haemochromatose/
- [9] https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborwerte/blutbild/eisen-fe.html
- [10] https://www.vitamindoctor.com/naehrstoffe/mineralstoffe/eisen
- [11] https://www.vitamindoctor.com/news-blog/news-eisenmangel-kann-depressionen-beguenstigen
- [12] https://www.blutspende-leben.de/sites/default/files/2022-05/die%20besten%20Eisenlieferanten.pdf
- [13] https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/ernaehrung-bei-eisenmangel/
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