5 Gründe, warum Du plötzlich zugenommen hast.

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Oftmals stellen wir völlig entsetzt fest, dass wir in kurzer Zeit mehrere Kilogramm zugenommen haben. Wir fühlen uns machtlos und ausgeliefert. Dabei führt uns unserer Fixierung auf das Gewicht oftmals völlig auf die falsche Fährte. Welche Gründe dafür verantwortlich sein können, warum du plötzlich zugenommen hast, darum soll es heute gehen.

Ich habe zugenommen!

Wenn wir von „Gewicht“ sprechen, geht es lediglich um die Zahl auf der Waage. Wenn wir Gewicht zugenommen haben, sagt diese Zahl allein nicht viel aus, weder gesundheitlich noch figürlich. Außerdem ist sie sehr leicht zu beeinflussen und schwankt aus verschiedenen Gründen von Tag zu Tag. Schon wenn man 1/2 Liter Wasser trinkt, zeigt die Waage anschließend 0,5 kg mehr Gewicht an. Das ist reine Physik (0,5 l Wasser wiegen nun mal 0,5 kg) und kein Grund zur Panik. Aber: Vielen – vor allem Frauen – verdirbt diese Zahl auf der Waage bereits am Morgen den ganzen Tag. Warum sollten wir uns von einem Gerät, das uns anzeigt, wie viel wir wiegen, unsere Laune verderben lassen?

Die Waage zeigt einfach das physische Gewicht an, nicht mehr und nicht weniger.
Photo Credit: Pexels

Aus diesem Grund kann es hilfreich sein zu zeigen, welche äußeren Faktoren zu kurzfristigen Gewichtsschwankungen führen können. Anschließend möchte ich eine bessere Methode zu nennen, die Aufschluss über eine wirkliche Veränderung unserer Figur geben kann. Darüber hinaus werde ich am Ende des Beitrags einige Artikel verlinken, die das Thema „Gewichtszunahme“ im Sinne der Körperfettzunahme ursächlich beleuchten und Wege aufzeigen, dieses Körperfett wieder auf gesundem Wege zu reduzieren.

5 Gründe für eine Gewichtszunahme

Wichtig ist es hier, dass du dir beim Lesen oder eben auch auf der Waage bewusst bist, dass eine Gewichtszunahme von einem Tag auf den anderen keine Zunahme von Körperfett sein kann. Ein Kilogramm Körperfett hat 7.000 Kalorien. Der Körper kann nicht über Nacht aus überflüssigen Kalorien ein ganzes Kilogramm Körperfett „herstellen“. Also beim Anblick der Zahl auf der Waage erst einmal wieder ausatmen und überlegen, welche(r) der folgenden Punkte bei dir heute eine Rolle spielen könnten:

Externe Faktoren

  • Salz im Essen: Eine salzige Suppe (oder Snacks) am Abend kann leicht zu 1-1,5kg mehr auf der Waage am Morgen danach führen, da Salz Wasser im Körper bindet.
  • Füllung von Magen, Darm & Blase: Ein umfangreiches Mahl am Abend führt zu mehr Gewicht auf der Waage am nächsten Morgen.
  • Alkohol: Alkohol wirkt entwässernd, so kann es am kommenden Morgen sein, dass die Waage vorübergehend ein geringeres Gewicht anzeigt. Wenn man den Alkohol allerdings mit süßen oder salzigen Snacks kombiniert hat, kann die Waage ebenso 1-2 kg mehr Gewicht anzeigen.

Interne Faktoren

  • Hormone: Bei Frauen sorgen monatliche Hormonschwankungen im Zusammenhang mit dem Zyklus für Wassereinlagerungen, die sich in Gewichtszunahme äußern können. Sowohl Männer als auch Frauen können jedoch an Gewicht (und auch Körperfett) zunehmen, wenn hormonproduzierende Drüsen wie die Schilddrüse oder Bauchspeicheldrüse nicht richtig funktionieren. Wenn trotz guter Ernährung und Training das Gewicht stagniert, kann ein Hormoncheck beim Arzt Klarheit bringen. Nicht selten wird so eine Unterfunktion der Schilddrüse, eine Diabetes im Frühstadium oder eine Dysbalance der Sexualhormone entdeckt.
  • Medikamente: Verschiedene Medikamente wie z.B. Psychopharmaka oder Cortison können Wassereinlagerungen begünstigen. Diese Medikamente sorgen oft auch für einen gesteigerten Appetit und verändern den Stoffwechsel, was zu einer längerfristigen Gewichtszunahme führen kann.

Alle genannten Aspekte haben zunächst etwas mit dem Gewicht auf der Waage, aber nicht  mit dem Fettanteil im Körper zu tun. Letzteres ist der Aspekt, der uns eigentlich interessiert, wenn wir „zunehmen“ oder „abnehmen“ möchten oder wenn wir unsere Gesundheit verbessern möchten. Es handelt sich dabei um den Anteil von Fettgewebe am gesamten Körpergewicht (z. B. 20%).

Zu viel getrunken oder zugenommen?

Die Waage kann jedoch nicht unterscheiden, ob wir schwerer sind, weil wir viel getrunken haben oder weil wir ein Kilogramm Fettgewebe zugenommen haben. Schlimmer noch: ein durchtrainierter Athlet mit einem niedrigen Körperfettanteil kann auf der Waage „übergewichtig“ erscheinen. Eine leichte Person, mit wenig Muskelmasse und verhältnismäßig viel Körperfett kann hingegen als „optimalgewichtig“ und optisch „dünn“ erscheinen.

Dünne Menschen können leicht sein, aber recht viel Körperfett haben.
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Normale handelsübliche Körperfettwaagen oder Messgeräte sind oftmals keine gute Lösung in diesem Dilemma. Die Mischung aus Messung und Schätzung liefert häufig ungenaue Werte und oftmals werden auch nur einzelne Zonen des Körpers z. B. die Beine gemessen.

Alternativen zum Wiegen

Eine ganz einfache Variante ist es, sich eine enge, nicht dehnbare Hose oder einen gut sitzenden Gürtel (Maßband geht auch) zu suchen und regelmäßig zu vergleichen, wie sich die Maße verändern. Achtet nur einfach darauf, immer an der gleichen Stelle zu messen, gut geeignet ist z.B. der Bauchnabel. Auch Fotos liefern einen guten Anhaltspunkt. Sie haben aber den Nachteil, dass wir oft beginnen, uns über kleine Details unseres Körpers zu ärgern, die das gar nicht verdient haben.

Ein Gürtel ist ein gutes Instrument, um festzustellen, ob man zugenommen hat.
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Einfacher Tipp: Stelle deine Waage in den Keller und lass dir von ihr nicht deine Laune diktieren. Ein bisschen mehr Gelassenheit mit den täglichen Gewichtsschwankungen tut den meisten von uns gut. Nutze ein Mal im Monat deine „Maß-Hose“ oder ein Maßband, so kannst du ein gutes Gefühl dafür behalten, wie und ob sich deine Körpermaße verändern. Vielleicht zeigt dir deine Maßhose ja, dass du für einige Zeit mit den Süßigkeiten ein wenig sparsamer umgehen solltest.

Gewichtszunahme vs. Fettzunahme

Wie versprochen möchte ich nun auch einige Hinweise bieten, wenn die Waage völlig gnadenlos über Monate hinweg mehr anzeigt und auch Hosen und Gürtel beginnen, zu spannen. Kalorien zu sparen und mehr Bewegung ist zwar das erste, was uns als Strategie einfällt, aber das funktioniert nicht, sondern ist der sicherste Weg, um hungrig und übelgelaunt zu sein. Unser Körper ist komplex und reagiert sowohl auf unsere externe Umwelt als auch auf unsere interne Umwelt. Diese Faktoren können den Körper aus seinem sensiblen Gleichgewicht bringen und das kann die Zunahme von Körperfett als Folge haben. Zu den wichtigsten Faktoren gibt es auf meiner Seite jeweils eigene Artikel, die ich hier verlinke. Das gibt dir die Gelegenheit, in die Themen hineinzuschnuppern, die du als wichtig empfindest. Wenn du mehr Hilfe und Unterstützung brauchst, melde dich gern für einen kostenfreien Kennenlerntermin für ein Gesundheitscoaching oder Ernährungscoaching.

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Photo Credit: Focus Fitness

Du hast tatsächlich zugenommen, daran kann es liegen…

Lebensbedingungen

Psychische Faktoren

Physiologische Faktoren


Mehr zum Thema auf meiner Seite:

Tipps zum Hören, Lesen & Anschauen (teilweise in Englisch):

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