Sind „gute Vorsätze“ doof oder doch hilfreich?

Sind gute Vorsätze hilfreich?

Es ist wieder soweit, das Jahresende steht vor der Tür und wir spielen mit dem Gedanken, ob wir in diesem Jahr gute Vorsätze für 2021 fassen sollten oder lieber nicht. Zu oft haben wir erlebt, dass wir unser Ziel nicht erreicht haben. Auf der anderen Seite kommt es uns auch komisch vor, sich sicherheitshalber nichts mehr vorzunehmen, um nicht enttäuscht zu werden. Vielleicht ist es hilfreich, einen Schritt zurückzutreten und zu überlegen, ob es überhaupt gut ist, „gute Vorsätze“ zu fassen oder, ob die Energie einfach nur verschwendet ist.

Gute Vorsätze – warum eigentlich?

Irgendwie haben wir Menschen den Wunsch, uns zu verbessern und in Zukunft Dinge besser zu machen als in der Vergangenheit. Das ist toll und Grundlage zahlreicher Erfindungen und Verbesserungen in allen Bereichen unseres Lebens. Sonst wäre vermutlich noch immer nicht das Rad, der Kühlschrank oder die Glühbirne erfunden. Auch kein Sportler hätte jemals etwas Großes geleistet oder jemand, trotz widriger Umstände, ein herausforderndes persönliches Ziel erreicht.

Gute Vorsätze helfen uns, Großes zu erreichen.
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Natürlich könnten wir jederzeit gute Vorsätze fassen und einfach morgen damit beginnen. Nichts spricht dagegen, oder doch? Wenn wir den Entschluss gefasst haben, sind wir oft doch noch ein bisschen ambivalent und wägen ab, wie viel Einsatz dieses neue Ziel uns abverlangt, wie wahrscheinlich und wie groß der Nutzen für uns sein wird. Da die anstehende Veränderung oft etwas unbequem erscheint, schieben wir den Start gern noch ein bisschen hinaus. Wir warten auf einen „besseren“ Zeitpunkt. Der Abschluss eines Jahres und der Start in ein neues Jahr, mit einer neuen Jahreszahl, erscheint oftmals als eine gute Gelegenheit. Rückblickend könnte man dann sagen „in 2021 habe ich x, y, z geschafft“.

Wann sind Vorsätze „doof“?

Aber es gibt ein paar Dinge, die wir wissen sollten, wenn wir gute Vorsätze fassen möchten. Denn wenn wir diese nicht berücksichtigen, ist es fast schon sicher, dass wir unser Ziel im kommenden Jahr nicht erreichen werden.

Kein persönliches Interesse am Ziel

Ein Rezept für schnelles Scheitern ist es vor allem, wenn du kein persönliches Interesse an diesem Ziel hast, sondern dein Vorsatz der Wunsch eines Familienmitglieds oder Freundes ist. Warum solltest du Zeit und Energie in etwas investieren, das dir nicht wichtig ist? Das wird nicht klappen.

Gute Vorsätze müssen emotional ansprechend für dich sein.
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Kein nachhaltiges Ziel

Ich esse nie wieder Schokolade! Klingt das nach einem erfolgreichen Vorhaben? Warum eigentlich nicht? So ein Ziel ist praktisch nicht durchzuhalten und definitiv nicht nachhaltig. Schon das kleinste Stück Schokolade, das du in den den nächsten Tagen oder Wochen isst, sorgt dafür, dass diese gute Vorsatz gebrochen wird. Und dann schlägt es häufig ins Gegenteil um, denn jetzt ist es ja sowieso egal. Ihr wisst, was dann passiert. Und übrigens: So ein Vorhaben funktiert in etwa so gut wie die Aufgabe „Denk nicht an einen rosa Elefanten“. Vor unserem geistigen Auge erscheint sofort ein rosa Elefant, oder eben Schokolade. 😉 (Mehr dazu hier: https://fitfighters-online.com/)

Gute Vorsätze sind nur erfolgreiche, wenn sie nachhaltig sind.
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Unrealistisches Ziel ohne Aktionsplan

Im kommenden Jahr werde ich endlich mein Wunschgewicht wieder erreichen. Dieser gute Vorsatz ist recht wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt. Sehr häufig werden diese Vorsätze zu Silvester gefasst, endlich abzunehmen. Doch in den meisten Fällen ist dieses Ziel unrealistisch (in Abhängigkeit davon, wie weit das Ziel entfernt ist). Außerdem folgt diesem Wunsch kein „Aktionsplan“. Dieser Vorsatz definiert zwar ein Ziel (das für jeden sicherlich unterschiedlich ist), berücksichtigt aber nicht, dass der Weg dahin entscheidend ist.

Gute Vorsätze erfordern Planung.
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Wann sind gute Vorsätze hilfreich?

Gute Vorsätze sind hilfreich, wenn wir den Jahreswechsel nutzen, um einen klar definierten Startpunkt zu haben. Das kann helfen, motiviert zu bleiben. Manchmal überlegen wir schon seit Monaten, dass wir etwas ändern möchten oder sollten. Ein neues Jahr kann uns den notwendigen Anlass geben, wirklich endlich zu starten.

Aus den oben genannten „Fallen“ ergeben sich ein paar Faktoren für gute Vorsätze, die wir auch erfolgreich umsetzen können. Das Gute daran ist, wenn wir richtig starten und damit erfolgreich sind, wird es leichter, weitere Ziele zu erreichen. Wir sind stolz auf den Erfolg und trauen uns auch in Zukunft mehr zu! In der Psychologie bezeichnet man das als „Selbstwirksamkeit“.

Ein emotional positives Ziel

Wenn du dein Ziel aussuchst, sollte das etwas sein, worauf du richtig Lust hast. Eigentlich solltest du sofort beginnen wollen, weil du dich so darauf freust, das Ziel zu erreichen. Male dir in allen Einzelheiten aus, wie du dich fühlen wirst, wenn du das Ziel erreicht hast. Wie siehst du aus? Wie bewegst du dich? Wie sprichst du mit anderen Menschen? Wie stolz bist du auf das, was du erreicht hast?

Gute Vorsätze machen uns glücklich!
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Wichtig ist es, dieses Ziel auch in den kommenden Monaten nicht aus den Augen zu verlieren.

Halte das Ziel präsent

Nimm dir täglich in einer ruhigen Minute die Zeit, dir dieses positive Gefühl wieder ins Bewusstsein zu rufen, damit es präsent bleibt. Das ist wichtiger, als es zunächst erscheint. Dieses positive Bauchgefühl und die Antizipation („Vorwegnahme“) des Erfolges, hilft dir bessere Entscheidungen zu treffen. Jeder von uns kennt Situationen, in denen wir schlechte Entscheidungen getroffen haben, weil wir frustriert, müde oder genervt gewesen sind. An Tagen, an denen es uns gut geht, ist es viel einfacher, gesunde Entscheidungen für unsere Mahlzeiten zu treffen oder noch eine kleine Sporteinheit einzuschieben. Alles geht irgendwie einfacher von der Hand, da wir nicht versuchen müssen, unser Befinden mit Zucker, Fernsehen oder anderen kurzfristigen Strategien zu verbessern, die uns langfristig schaden (uns unser Ziel torpedieren).

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Klare Strategien wählen

Jedes Reiseziel verlangt nach einer Planung der Route. Auch dein Vorsatz für das neue Jahr erfüllt sich nicht von allein, auch wenn wir das manchmal hoffen. Manchmal bedarf diese Planung auch externer Hilfe, wenn uns zum Thema das Hintergrundwissen fehlt. Wenn ich einen Marathon in der Wüste planen würde, wäre es sicherlich sinnvoll, Experten zu konsultieren, die mir helfen können, dieses Ziel zu erreichen. Ein Coaching kann also bei einem Ziel wie Gesundheit, Stressreduktion oder Abnehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor sein (gern kannst du mich dazu kontaktieren).

Im besten Fall sind diese Strategien schon in einem Programm zusammengepackt, wie bei unserem Online-Programm fitfighters®. Dieser Kurs enthält rundum Strategien für Kopf und Körper, Rezepte, Handbuch, Trainingseinheiten und viele spannende Tipps für neue Gewohnheiten und eine bessere Ernährung, übrigens auch die Erklärung zum Phänomen mit dem rosa Elefanten (siehe oben). 😀

fitfighters-onlinekurs-drschauenberg
www.fitfighters-online.com

Auf jeden Fall sollten die Strategien dazu beitragen, dass du deinem Ziel schrittweise näher kommst. Die Strategien sollten für dich auch handhabbar sein. Wenn du jeden Tag versuchst, frisches Gemüse zu essen, hilft dir das gesünder zu werden? Sicherlich, auch wenn es als alleinige Strategie vermutlich nicht ausreicht. Wenn du jeden Tag 2 Gläser Cola (oder Cola-light) trinkst, hilft dir das, gesünder zu werden? Auf jeden Fall nicht. Einzuschätzen, ob eine Strategie in die richtige Richtung geht, ist gar nicht so schwer. Für die Entscheidung, welche Strategie wirklich den besten Effekt hat, hilft es jedoch oftmals, jemanden um Rat zu bitten, der sich mit dem Thema auskennt.

Unterschätze kleine Schritte nicht

Diesen Fehler machen wir häufig. Kleine Veränderungen erscheinen uns nicht gut genug. Jeden Tag 15 Minuten spazieren gehen? Pfft, das reicht niemals aus! Für mein Ziel muss ich mindestens 5 Mal in der Woche 90 Minuten hart trainieren. Die Falle? Das zweite Ziel geben wir nach wenigen Tagen oder Wochen auf. Das erste Ziel hingegen, addiert sich unglaublich auf! Jeden Tag 15 Minuten spazieren zu gehen addiert sich zu 91 Stunden in einem Jahr! Wow. Das ist immens! Unser Gehirn ist intuitiv leider nicht in der Lage, die Addition dieser kleinen Schritte abzuschätzen. Wenn du das nun aber weißt, kannst du zielgerichtet kleine Schritte wählen, die dir keine riesige Motivation, Fitness oder Zeit abverlangen. Dafür ist es dann nicht schwer, diese Strategie dauerhaft zu verfolgen und bei Bedarf aufzustocken!

Freu dich schon darauf, dass es in den nächsten Tagen weitere Artikel geben wird, die dir helfen, dein Projekt Gesundheit im neuen Jahr erfolgreich anzugehen.


Wenn du jetzt schon starten möchtes, solltest du vielleicht mal bei fitfighters® vorbeischauen und dich anmelden!


Mehr Infos gibt es auf meiner Seite zu folgenden Themen:

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